Er möchte auch keinen Neuwagen

Das Internet mit seinen Foren und Blogs ist aktuell voll von Diskussionen um die Zukunft der individuellen Mobilität. Die Bundesregierung, die besonders ältere Diesel verteufelt und von der Straße haben will, macht sich durch ihre unausgegorenen Gesetze zum Handlanger einer Automobilindustrie, die es versäumt hat umweltfreundliche, sparsame und bezahlbare Autos zu entwickeln.

Nachfolgend nur einige Halbwahrheiten, die aufzeigen, wie haarsträubend in unserem Land argumentiert wird :

Um die Städte sauberer zu machen sollen zukünftig (ab2010 -2012) nurmehr Pkw`s mit Euro4 = grün in sog. Umweltzonen einfahren dürfen. Dabei betont der ADAC das 80% der Feinstaubbelastung nicht durch Kraftfahrzeuge verursacht wird. Verbleibende 20%, die die Kfz. in Deutschland produzieren, müssen wiederum gesplittet werden nach Abgasen, Bremsstaub und Reifenabrieb. Der Erfolg einer Umweltzone ist somit mehr als fraglich. Ältere Diesel aus der Produktion Ende der 80`bis Ende der 90`Jahre sind nach dem jetzigen Stand der Technik nicht auf Euro3/4 umzurüsten. Die Fahrzeughersteller beschäftigen sich selber natürlich nicht mit der Entwicklung von Partikelfiltern, sie zwingen die Halter zusammen mit der Regierung zum Kauf eines aktuelleren Fahrzeugs. Stattdessen solte die Regierung die Automobilindustrie zwingen bezahlbare Nachrüstlösungen für die seiner Zeit entwickelten und verkauften Fahrzeuge anzubieten.
Lediglich einige Zubehöranbieter versuchen im Laufe des Jahres 2009 Partikelfilter für ältere Diesel in Eigenregie zu entwickeln und per Einzelabnahme so eine grüne Plakette zu erwirken. Grotesk ist in diesem Zusammenhang, das ältere Diesel mit ihren mechanischen Einspritzpumpen lediglich Grobstaub produzieren, der anders als Feinstaub für den Menschen relativ harmos ist, weil er nicht in über die Lunge ins Blut gelangen kann.
Auch ist diskutierbar, ob Altfahrzeuge, die etwas mehr verbrauchen als Neuwagen, wirklich große Co2 Sünder sind ? Bei der Produktion eines Neuwagens entsteht in etwa die Menge an Co2, die ein Fahrzeug emittiert, was 30.000km durch die Lande fährt.

Auch die Abwrackprämie ist kein Geschenk an die Bürger, sondern wirtschaftliches Kalkül.
Die 2500€ für einen Altwagen zahlt eigentlich der Käufer eines Neu- bzw. Jahreswagens selber. Sind doch im Kaufpreis 19% Mehrwertsteuer enthalten, die der Käufer zahlt und die der Händler an die Staatskasse abführt.
Ein Kleinwagen der 15.000 € (=119%) kostet, kostet netto 12605 €. Der Händler führt davon 2394 € Mwst. ab. Der Käufer bekommt quasi 2394€ Retour plus 106 €.
Kauft aber jemand ein Fahrzeug für 25.000 € brutto sieht die Rechnung schon deutlich attraktiver für die Steuerkasse aus. 25.000 € brutto = 21008 € netto. Mwst. = 3991 €, davon zahlt der Staat die Abwrackprämie mit 2500 € und hat eine Steuereinnahme von 1491 €.
So ist die Abwrackprämie für den Staat kostenneutral, während sich die Bürger für Neuwagen verschulden und auch mit einem herben Wertverlust rechnen müssen.

Leider werden diese Vorgänge lediglich im Internet kontrovers diskutiert. Die Masse der Bevölkerung scheint an einer schleichenden Zwangsenteignung ihrer Gebrauchtwagen nichts verwerfliches zu finden.

Gruß C.L.

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Resonanz auf den Blog

On Januar 8, 2009, in Aktuell, by C.L.

Hallo liebe Leser,
auch im neuen Jahr werde ich dann und wann mal einen Taxiblog verfassen.
Schön wäre es allerdings wenn ihr die Themen und die in der Regel kontroversen Inhalte etwas mehr kommentieren würdet. Blogs leben von Interaktion. Vom Monolog zum Dialog, dass wünsche ich mir für 2009.

Gruß C.L.

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