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Folgendes Video stimmt nachdenklich – In der Tat kann man sich die Kunden meist erst aussuchen, wenn man finanziell nicht mehr auf den Job angewiesen ist.

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Hamburg deine Baustellen

On September 27, 2009, in Tagschicht, Von damals, by C.L.

Als Taxifahrer ist man ja seit dem Frühjahr 2009 einiges bezüglich der Baustellen auf Hamburgs Straßen gewohnt. Angefangen mit der kurzfristigen Einbahnstraßenführung in der Hochallee (die eine neue Asphaltdecke mehr als nötig hat), über die Superbaustelle am Johannes Brahms Platz, die den Taxlern sogar ihren Posten am Gericht gekostet hat, bis zu dem Chaos an der Kreuzung Beim Schlump / Schäferkampsalle wo drei Fahrspuren beidseitig zu einer verengt werden. Das nur als Beispiele für insgesamt 50 – 60 Engpässe auf Hamburgs Straßen, die alle Autofahrer Zeit und Nerven kosten.

Heute durfte ich einen weiteren Höhepunkt verkehrsplanerischer Finesse erleben. Zwei Damen wollten am Sonntag Nachmittag zum Zelt vom König der Löwen und zwar direkt vor den Eingang. Kein Problem eine schnelle Fahrt durch einen Teil des Freihafens und gut dachte ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn. Nachdem wir die Hafencity passiert hatten wurde angezeigt, das die Straße Veddeler Damm nun Einbahnstraße sei und zwar stadteinwärts. Also wollte ich über die Elbbrücken ausweichen und durch Willhelmsburg fahren. Am Zollamt Zweibrückenstraße war die Auffahrt zu den Elbbrücken stadtauswärts gesperrt und ich musste notgedrungen erst einmal stadteinwärts Richtung Hotel Holiday Inn fahren. Dort konnte ich drehen und auf die Elbbrücken stadtauswärts auffahren. Weil aber auf den Elbbrücken eine Verkehrsverengung wegen (oh Wunder) Bauarbeiten war, standen wir einen Moment im Stau. Über die Abfahrt Georgswerder ging es dann weiter Richtung Vogelhüttendeich, wo aber die Zolldurchfahrt am Wochenende gesperrt ist. Also sind wir über die Neuhöfer Straße gefahren und dann über den Rossdamm zum Ellerholzdamm. Die Fahrt, die dank meiner Erzählungen zur Hafencity und zum Hamburger Hafen recht angenehm verlief, kostete somit statt 18 € satte 34 €.

Wie ich dem u.g. Link entnehmen konnte wird an der Brücke am Veddeler Damm noch bis zum 21.11.2010 gearbeitet. Zeitgleich die einzig mögliche Alternativstrecke in Form der Auffahrt zu den Elbbrücken zu sperren (und sei es vielleicht nur für dieses Wochenende) ist eine Frechheit sondergleichen. Taxikollegen und sonstige Berufsfahrer werden das Problem bildlich vor Augen haben und sich ebenfalls über soviel Inkompetenz wundern.

Bild : Hamburg baut und staut

Gruß C.L.

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Taxi Hamburg Blog – jetzt auch auf Twitter

On September 27, 2009, in Tagschicht, by stez
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Liebe Leute,

im Zuge einer Aktualisierung dieses Blogs, habe ich nun auch einen Twitteraccount für HH-Taxi eingerichtet.

Wer also keinen Eintrag mehr verpassen möchte, folge einfach dem Twitter Account:

Mann kann sich das Ganze auch hier anschauen: www.twitter.com/HHTaxi

Außerdem gibt es ein neues Kontaktformular mit Spamschutzabfrage, um uns vor den vielen Bots zu schützen.

Hoffe es gefällt und viele Grüße aus Hamburg,

Stefan

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Heute wieder 2 € Jobber gewesen

On September 10, 2009, in Tagschicht, by C.L.

Grundsätzlich würde ich mir wünschen in einer Tagschicht Umsätze zwischen 150 und 200 € in zehn Arbeitsstunden einfahren zu können. Das ist leider in Hamburg nicht möglich, weil wir ein behördlich gewolltes massives Überangebot an Taxen haben. So muss ich mich normalerweise mit Einnahmen zwischen 100 und 150 € begnügen. Meine persönliche Schmerzgrenze liegt bei 125 €, fahre ich nicht wenigstens die ein, ist die Stimmung in der Regel im Eimer. Denn Taxifahren ist nicht mein Hobby, sondern damit muss ich meinen Lebensunterhalt verdienen.

Durch die Kombination Wirtschaftskrise und Sommerferien in Deutschland können die Einnahmen aktuell erheblich weiter nach unten durchsacken.

Am letzten Montag habe ich in 9,5 Stunden inkl. Trinkgeld 83,20 € umgesetzt. Von den 9,5 Stunden habe ich 1,45 Stunden Fahrgäste gefahren, die restlichen 7,45 Stunden habe ich mit Warten am Posten oder Anfahrten zum Posten verbacht.

Auch stelle ich mir die Frage, warum ich überhaupt noch am Flughafen fahre ? Dort würde man zumindest ab und an mal eine etwas lukrativere Fahrt erwarten. Immerhin zahlen wir seit drei Jahren 50 Cent pro Tour und warten mindestens 60 Minuten auf einen Kunden. Wir sollen Kreditkartenleser im Fahrzeug bereithalten und zahlen ganz allein eine saftige Provision für die Abrechnung. Seit dem Start der S-Bahn im Dezember 2009 und der besagten Wirtschaftskrise ist die Tourenqualität am Flughafen locker um 25% eingebrochen. Fahrten um die 15 € gibt es überall, fraglich ist, ob man dafür zahlen sollte ?

Naja und vom Trinkgeld braucht man aktuell wirklich gar nicht mehr zu reden. Während sonst 10-15% vom Fahrpreis üblich waren wird heute fast immer auf den nächsten Euro aufgerundet. 4,90 € – Beleg über 5€…

Obwohl Jammern bei den Kutschern die Regel ist, kann man aktuell ganz sicher behaupten, dass das Taxifahren so überhaupt keinen Spaß mehr macht. So erzählte mir erst die Tage ein Kollege, er habe im Juli 2009 1500 € weniger umgesetzt als im Vorjahr. Das entspricht einem Umsatzrückgang von unglaublichen 40%. Auch bei mir deutet sich ein Umsatzrückgang von 15% für das III.Quartal 2009 an. Bei schon lange viel zu niedrigen Stundenumsätzen eine grenzwertige Situation.

Wenn mir zudem Kunden aus anderen Branchen erzählen perspektivisch wird die Wirtschaft frühestens im III. Quartal 2010 wieder anspringen können wir uns bis auf weiteres auf ganz harte Zeiten einstellen.

Gruß C.L.

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