Taxi Hamburg

Leicht verspätet der Artikel eines Spiegel Redakteurs über seine Erlebnisse mit Hamburger Taxifahrern.

Spiegel Online
Diskussion dazu im Spiegel Online Forum

Ich könnte jetzt natürlich 10 Seiten Gegenrede schreiben, aber ich will es mit einigen Einwürfen bewenden lassen :
Ich kenne Gerda als freundliche ältere Dame, die auch mit über 70 noch auf dem Bock sitzt. Sie ist Taxenunternehmerin und hat ihr Leben lang gearbeitet. Die Einahme war eben nie so üppig, dass man mit 65 eine anständige Rente bekommt. Politisch verordnete Altersarmut ist im Taxengewerbe Realität durch Überangebot, schlechte Auslastung, nicht angemessene Fahrpreise etc.
Dieses Problem werden auch alle die Kollegen bekommen, die heute lieber eine neue E-Klasse fahren, anstatt für ihr Alter irgend etwas zu machen.
Ansonsten ist doch sonnenklar, dass bei Stundenlöhnen zwischen 2 und 7€ keiner gewillt ist den Top Diensleister zu geben. Man man seinen Job und Punkt.
Der Herr Redakteuer sollte zukünftig einen Limousinenservice ordern, der bringt ihn wunschgemäß zum Fahrziel und zwar zum 5-10 fachen Taxifahrpreis.

Gruß C.L.

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4 Responses to Das ist toll – ihr könnt viel Lesen und ich muss nichts schreiben

  1. […] lästern, dass klar ist, wer gemeint ist. Wie respektlos der Artikel ist, macht Christian Lüdemann auf hh-taxi.de […]

  2. C.L. sagt:

    Hallo,
    ich wollte das Thema gerne noch weiter aufdröseln. Aber für einen umfangreichen Text fehlt mir diese Woche leider die Zeit.

    Wichtige Stichpunkte :

    01. Der Text von Tom König ist aus einer Kolumne. Er soll wohl polarisieren und witzig sein. Ist das gelungen ?
    02. 90-95% aller Taxifahrten dürften reibungslos ablaufen. Einzel-(Aus)fälle wird es immer geben. Und zwar selbstverständlich auch auf Kundenseite.
    03. Wäre die Behörde ihrer Aufsichtspflicht in den 90`Jahren nachgekommen, hätten wir heute nicht Verhältnisse im Gewerbe, die auch mich oft den Kopf schütteln lassen. Das Taxengewerbe ist ein Sammelbecken für Langzeitarbeitslose, Rentner und niedrigqualifizierte Hilfsarbeiter GEWORDEN. Heute kann man damit keinen Blumentopf gewinnen und eben auch nicht anständig verdienen. Außer man sitzt täglich mindestens 12 Stunden auf dem Bock.

    Gruß in den Norden C.L.

  3. Fastdäne sagt:

    Moin,
    ich finde es zu einfach, fehelnden Kundenservice mit dem zugegebenen Hungerlohn zu erklären. Gerade als Alleinfahrer/in kann man sich mit Zuverlässigkeit, Service, Sauberkeit usw. doch neue Stammkunden erarbeiten. Bei Einmalkunden schadet derlei Tun sicher auch nicht dem Trinkgeld.
    Vielleicht hatte die Fahrerin einfach einen schlechten Tag. Ist dann natürlich sehr billige Recherche von Einmalerlebnissen zu berichten und so das Gesamtbild zu verzerren.
    Dass es zu viele Kutscher/innen gibt, die leider schlecht qualifiziert sind, dass es leider auch abgewrackte ungepflegte Wagen gibt, kann hier sicher niemand abstreiten. Es ist aber noch immer so, dass die breite Masse einfach ganz normal und ordentlich einen nicht immer einfachen Job macht

  4. […] lästern, dass klar ist, wer gemeint ist. Wie respektlos der Artikel ist, macht Christian Lüdemann auf hh-taxi.de […]

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