Moin,

in den Telegram Gruppen wird stetig daran erinnert, dass dieser Taxitag stattfindet. Das bedeutet für mich das Interesse an dieser Veranstaltung ist denkbar klein.

Besonders der Vorstand der Taxiunion wird nicht müde die Unternehmer in die Pflicht zu nehmen.

Der Gewerbevertreter Jan Grupe fragt wo wir denn alle wären, wenn über Entwicklungen und Zukunft des Hamburger Taxigewerbes entschieden werden soll? Wir sind zu einem „come together“ eingeladen um zu diskutieren. Wenn ich sowas lese fühle ich mich schwer verarscht.

In den Jahren 2023-2025 habe ich nichts unversucht gelassen die Elektrotaxipflicht in Hamburg ergebnisoffen zu diskutieren. Ich habe Verkehrssenator Anjes Tjarks angeschrieben und mit dem Leiter des Rechtsamtes der BVM Dirk Ritter persönlich gesprochen. Unterschriften gegen das Taxi Verbrennerverbot gesammelt und diese medienwirksam in einem Artikel der Bild Zeitung an den verkehrspolitischen Sprecher der Opposition Herrn Seelmaecker übergeben. Ich konnte meine Vorbehalte gegen Verbote in einem Spiegel Artikel ausführen. Und bin schließlich Mitglied im LPVG geworden um für einen mitgliederstarken Verband und ein Gegengewicht zur opportunistischen Taxenunion zu werben.

Objektiv gibt es keine Notwendigkeit in Hamburg die Taxiflotte zu verpflichten mit Elektrofahrzeugen zu arbeiten. Es dient vielmehr dazu sich medienwirksam als Saubermann zu präsentieren. Es geht weniger um Klimaschutz als darum ideologisch motiviert seine Interessen durchzuboxen.

Aber wenn man das benennt und kritisiert ist man „rückwärtsgewandt“, ein Dinosaurier. Fehlt nur noch die Gleichung Verbrenner Autofahrer = AfD Wähler.

2025 war ich bereits auf einem Taxi Tag, wo es um die Weiterentwicklung der Taxitarife ging. Anstatt einer Diskussion vor Ort wurde angesagt wie es weitergehen wird. Die Tarifhoheit die bislang bei der Hansestadt Hamburg lag, wurde in die Hände eines Konzern abgegeben. Der Nutzen von Tarifkorridoren sollte evaluiert werden, Ein Verkehrsforscher aus Berlin wurde damit beauftragt und hat sicher orgendlich Kohle gemacht. Was wird wohl in einem Gutachten stehen, was vermeidlich FreeNow in Auftrag gegeben und bezahlt hat?

Wozu soll ich also meine Zeit verplempern? Die da oben bestimmen die Spielregeln. Zugunsten von FreeNow und MOIA und gegen die Interessen der in Hamburg verbliebenen 1450 Taxi Einwagenunternehmer.

Das ärgert mich natürlich und sehr viele Kunden teilen zumindest meine Ansicht, dass Verbote grunsätzlich kein geeignetes Mittel sind um ein partnerschaftliches Miteinander zu gestalten.

2026 haben etliche EWU ihr Fahrzeug gewechselt. Einige hatten einen heftigen Unfall oder einen Motorschaden und somit ein E-Taxi angeschafft und finanziert. Von den Betriebskosten sind sie aktuell begeistert, wo Diesel mindestens 2.15€/Liter kostet. Es gibt aber auch Kollegen, die diesen Wechsel scheuen und für hohe vierstellige Beträge z.B. einen AT Motor verbaut haben.

Ich finde es bedenklich und falsch, wenn die Stadt Hamburg die Aufsicht über das Taxengewerbe und die Tarifhoheit an Konzerne angeben möchte. Statt einem Wir kommt es so zu einer weiteren Spaltung des ohnehin kleinteiligen Gewerbes.

 

 

 

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