Moin,

die Situation auf Hamburgs Straße wird für uns Berufskraftfahrer immer unerfreulicher. Und damit meine ich nicht nur meine ungefähr 7000 Kollegen, sondern auch alle möglichen anderen Berufsgruppen, die auf der Straße ihr Geld verdienen und Dienstleistungen aller Art erbringen müssen. Auch Supermärkte wollen zeitnah ihre Waren bekommen, jeder Hamburger wöchentlich seine Pakete, die mit DHL oder Amazon versendet werden und natürlich möchten die Menschen auch, dass Handwerker ihre Wohnungen instand halten.

Diese Woche habe ich gesehen, dass auf der Lenhartzstraße stadteinwärts eine komplette Fahrspur rückgebaut wurde und nun den Radfahrern zur Verfügung steht. Damit wird ein bewusster Engpass in Richtungen City geschaffen, der zu Stau und mehr Umweltbelastung durch Abgase führen wird. Anstatt dieses Geld in die Hand zu nehmen und endlich die Alsterkrugchaussee im Bereich Sportalle bis Borsteler Chaussee zu sanieren, werden Steuergelder verpulvert und einmal mehr Minderheiten beglückt.

Von Minderheitenpolitik kann auch an anderer Stelle gesprochen werden. Die Kurt-Schuhmacher-Allee ist nämlich im Bereich der Drogenwiese vor dem Hauptpostamt nun als 30km/h Zone ausgewiesen worden. Offenbar sollen die verwahrlosten Crack Junkies vor den Autofahrern geschützt werden. Dumm ist es dann natürlich für mich, wenn ich dort 50km/h fahre und nun fast 100€ Bußgeld zahlen soll.

Wie Verkehrspolitik zudem gar nicht gehen sollte zeigen die Pläne zur Parkplatzsituation während der EM rund um das Volksparkstadion.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/EM-in-Hamburg-Keine-Parkplaetze-am-Volksparkstadion,parkplaetze114.html

Ich möchte zudem mal wissen, wie die Taxikollegen reagieren, wenn jemand zu den Spielen gefahren werden möchte? 60 Minuten besetzt mit Kunden für`n schalen Zwanni werden sich viele von uns maximal 1x antun.

Und zuletzt mal wieder aktuelle Verkehrsmeldungen:

Wegen dem Schlagermovie sind viele Straßen im Bereich St.Pauli gesperrt, in der Innenstadt wurden zwei Demonstrationen genehmigt mit 60 bzw. 100 Teilnehmern. Das ist lächerlich. Lasst doch diese Vögel in Höltigbaum demonstrieren.

Von den 20 Blitzeranhängern sind aktuell 18 im Einsatz. U.a. stehen sie auf der A1 Höhe BAB Abfahrt Billstedt, August Krogmann Straße, Wellingsbütteler Landstraße, Öjendorfer Weg, Friedrichsberger Straße, Schenefelder Landstraße, Großmannstraße, Julius Leber Straße, Schröderstiftstraße, Heimfelder Straße, Bei den Mühren, Bärenallee, Herbert-Weichmann Straße, Wandsbeker Allee, Amsinckstraße…

Ich bin wirklich erstaunt, dass die knapp 820.000 Menschen, die in Hamburg ein Auto besitzen, sich diese verkehrspolitischen Rohrkrepierer gefallen lassen. Ich werde dann gleich mal 98,50€ an die Kasse Hamburg überweisen und anschließend versuchen dieses Geld wieder zu erwirtschaften.

Grüße C.L.

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Ein Taxiverband, Gewerbepolitik, Arbeitskreise – Kollegen die so etwas lesen schlagen meist die Hände über dem Kopf zusammen. Das bringt doch alles nichts, vergebene Liebesmüh… Natürlich kann man den Kopf in den Sand stecken und am Posten rumnöhlen. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn neue Vorschriften wie z.B. die Pflicht zur Anschaffung eines Elektrotaxis euch kalt erwischen.

Aktuell ist die Situation in Hamburg klar umrissen, was Verbände und Verbandsarbeit angeht. Der größte Laden, die Taxenunion, kann am besten Opportunismus und nickt völlig unkritisch ab, was Beamte und Politiker sich quasi im luftleeren Raum ausgedacht haben. Egal ob man jetzt über die Karenzminute, die Pflicht zur Akzeptanz von Kreditkarten, die Pflicht zum Einsatz von „lokal emissionsfreien“ Taxen, oder sog. Festpreiskorridore spricht, immer heißt es die „neue heiße Scheiße“ würde das Gewerbe nach vorne bringen. In der Praxis ist das allerdings mitnichten so. Wir sollen ständig neue Auflagen erfüllen und zusätzliche Kosten stemmen, unser Umsatz / Gewinn allerdings stagniert seit fast zehn Jahren.

In einem ersten Treffen haben nun engagierte Kollegen inhaltlich zusammen getragen, was in Hamburg alles besser laufen sollte:

  • Aus der ETaxi Pflicht sollte lediglich eine Etaxi Empfehlung werden.
  • Festpreiskorridore brauchen wir bei unserer Tarifstruktur in HH nicht.
  • Hamburg braucht eine eigene kleine Ortskundeprüfung und ganz sicher eine Dienstleistungsschulung für neue Kollegen.
  • Über 80% der Taxenunternehmer in HH sind Einwagenbetriebe, sie brauchen dringend eine Stimme bei Anhörungen.
  • Die Verkehrspolitik in HH ist nicht nur für Taxifahrer eine einzige Katastrophe.

Das zur Einstimmung. Weitere Infos demnächst auf der LPVG Webseite (under construction).

Grüße C.L.

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Hier nun eine stetig aktualisierte Liste der angemeldeten Taxen und Mietwagen in Hamburg. Der Abwärtstrend scheint erstmal gestoppt. Knapp unter 2700 Taxen fahren in der Stadt, vor Corona waren es 3100.

01/2022
1871 Unternehmer mit 2684 Taxen
118 Unternehmer mit 377 Mietwagen
79 Taxen in Ruhe gelegt

117 Elektrotaxen in Hamburg unterwegs

02/2022
1870 Unternehmer mit 2684 Taxen
116 Unternehmer mit 377 Mietwagen
93 Taxen in Ruhe gelegt

136 Elektrotaxen in Hamburg unterwegs

03/2022
1865 Unternehmer mit 2673 Taxen
116 Unternehmer mit 384 Mietwagen
64 Taxen in Ruhe gelegt

145 Elektrotaxen

04/2022
1862 Unternehmer mit 2677 Taxen
116 Unternehmer mit 384 Mietwagen
69 Taxen in Ruhe gelegt

05/2022
1859 Unternehmer mit 2682 Taxen
115 Unternehmer mit 387 Mietwagen
56 Taxen in Ruhe gelegt

06/2022
1857 Unternehmer mit 2697 Taxen
117 Unternehmer mit 387 Mietwagen
53 Taxen in Ruhe gelegt

201 Elektrotaxen

09/2022
1852 Unternehmer mit 2719 Taxen
121 Unternehmer mit 398 Mietwagen
44 Taxen in Ruhe gelegt

228 Elektrotaxen

10/2022
1848 Unternehmer mit 2724 Taxen
121 Unternehmer mit 394 Mietwagen
35 Taxen in Ruhe gelegt

238 Etaxen

11/2022
1841 Unternehmer mit 2731 Taxen
121 Unternehmer mit 394 Mietwagen
31 Taxen in Ruhe gelegt

268 ETaxen

01/2023
1833 Unternehmer mit 2788 Taxen
121 Unternehmer mit 391 Mietwagen
49 Taxen in Ruhe gelegt

357 ETaxen

Update 06/2023
1848 Unternehmer mit 2876 Taxen
124 Unternehmer mit 360 Mietwagen
1564 Taxenunternehmer mit einem Taxi = 85%
450 Etaxen

Update 08/2023
1864 Unternehmer mit 2921 Taxen
122 Unternehmer mit 364 Mietwagen
1582 Taxenunternehmer mit einem Taxi
520 Etaxen

Update 09/2023
1868 Unternehmer mit 2930 Taxen
123 Unternehmer mit 361 Mietwagen
537 Etaxen

01/2024
1857 Unternehmer mit 2982 Taxen
126 Unternehmer mit 373 Mietwagen
626 Etaxen (insgesamt werden bis Ende März 2024 685 Etaxen in HH fahren)

03/2024
1867 Unternehmer mit 3013 Taxen
124 Unternehmer mit 374 Mietwagen
641 Etaxen

04/2024
1865 Unternehmer mit 3018 Taxen
124 Unternehmer mit 369 Mietwagen
650 Etaxen

 

Druck erzeugt Trotz ?

Interesse am E-Auto im Sinkflug

Während die Bevölkerung weiterhin frei entscheiden kann mit welcher Antriebstechnologie sie sich fortbewegen möchte und sogar der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher seinen Elektro Dienstwagen gegen ein Hybrid Modell eingetauscht hat, steht das Verbrennerverbot für Hamburger Taxen bei Neuzulassungen ab 01.01.2025

Täglich spreche ich mit Kollegen, die auf ihren VW Touran Diesel warten, hocherfreut in ihren neuen Hybrid Lexus einsteigen, oder auf diverse Benzinhybride aus dem Hause Toyota warten. Von Elektro Euphorie unter den Hamburger Taxenunternehmern mit einem! Fahrzeug keine Spur. Ist ja auch kein Wunder, wenn man z.B. im Nebensatz erfährt, dass das Laden wieder mal teurer wird. In diesem Fall geht es von 36 ct/kwh auf 49 ct/kwh rauf. Eine Preissteigerung von gut 35%.

Grüße C.L.

Seit August 2021 mussten wir sie erdulden, die Einstiegszonen für E-Taxen am Hamburg Airport. Installiert von der Flughafen GmbH in Zusammenarbeit mit der BVM, um den Kunden ein „lokal emissionsfreies“ Fahrerlebnis zu bieten. Das Nachsehen hatten all diejenigen Kollegen, die sich kein Elektrotaxi anschaffen wollten. Und dafür gibt es ja reichlich Gründe, wie mir auch in unzähligen Diskussionen mit Fahrgästen ständig bestätigt wird. Das in diesem Zusammenhang die FHG die Beiträge für die Nutzung des Taxispeichers erhöht will ich nur am Rande erwähnen. Wir sind es ja gewohnt, dass alle an uns verdienen wollen.

Zum 01. Mai 2024 ist diese Regelung also Geschichte, 25% der 3000 Taxen in Hamburg sind nun elektrifiziert. Zuletzt gesellte sich zu diesem exotischen Fuhrpark ein Nio Et7 für schlanke 45.000€ netto inkl. Taxipaket und exklusive Akku, den man extra leasen muss.

Mir persönlich hat diese Regelung insgesamt geschätzte 25.000€ an Umsatzausfall beschert, kein Wunder also dass ich angesäuert bin, und nun erst recht nicht Willens meinen Verbrenner abzustoßen. Denn es wurde durch diese Regelung auch finanzieller Druck aufgebaut und so einige Kollegen haben ihre E-Klasse im Jahreswagenzustand gegen ein BEV ersetzt. Sorry aber für mich steht fest, dass wir aktuell in einer Ökodiktatur leben und erst die nächsten Wahlen einiges von diesen Schnellschüssen inhaltlich korrigieren werden. In Hamburg werden für CDU und AfD jeweils 15% für die nächsten Bürgerschaftswahlen prognostiziert.

Das ist doch alles Irrsinn

On April 12, 2024, in Tagschicht, Von C.L.

Die beiden Kurzwochen vor und nach Ostern hatten es wirklich in sich. Überall haben sich die Taxen gestapelt und das Geschäft war absolut niederschmetternd. Selbst für mich, der sich ständig damit brüstet so ziemlich die kleinsten denkbarsten Betriebskosten zu haben, waren die Tageseinnahmen wirklich bitter. Da hat es am Schichtende für einen Kaffee, eine Schachtel Kippen und ein bisschen Klöterkram beim Discounter gereicht.

Besonders ärgerlich nach wie vor die Sonderspuren für die Etaxen am Hamburger Flughafen. Bei geringer Nachfrage fahren 25% Etaxen 60% des gesamten Geschäfts weg und wir Verbrenner Kollegen stehen uns wie die letzten Idioten die Reifen eckig. Dabei wurde uns Flughafenfahrern der Rückbau der Sonderspuren zum 01.04.24 zugesichert. Nun wird es wohl weitere Wochen dauern, bis diese dreiste Ungleichbehandlung endlich aufhört.

Ich komme sowieso aus dem Stauen gar nicht mehr heraus, wenn ich mir die Behördenpost der letzten Tage so durchlese. Zuerst einmal gibt es eine Einladung zu einem Etaxi Tag am 08.05.24 bei der Firma Reuss in Billstedt. Erneut werden wir erinnert und (genötigt?), dass es unabdingbar sei, sich ein Elektrotaxi anzuschaffen. Die Pflicht wurde ab 01.01.2025 im Hamburger Klimaschutzgesetz festgeschrieben und wird ggf. noch in einem Klageverfahren juristisch zu bewerten sein.

Zeitgleich kamen Informationen, dass sich das Tourenaufkommen von vor Corona (12 Mio. Fahrten) auf nun unter 10 Mio. Fahrten in 2022 und 2023 reduziert hätte. Im Durchschnitt fährt ein Taxi in Hamburg pro Schicht gerade einmal 10 Touren. Daher sollte die Anzahl der Wagen der Nachfrage entsprechend reduziert werden. Das ist schon starker Tobak, denn zum einen hat die Behörde durch üppige ETaxi Subventionen mit dafür gesorgt, dass nun ein paar hundert Taxen zusätzlich durch Hamburg kurven und dazu ist sonnenklar, das MOIA, ein hochdefizitäres VW Projekt, dem Gewerbe besonders am späteren Abend massenhaft Touren abspenstig gemacht hat. Gegen einen Konzessionsstop, um Angebot und Nachfrage einigermaßen im Gleichgewicht zu halten, hat sich unsere Behörde immer gesperrt. Obwohl die Kollegen in Stuttgart und München damit sehr gut klar kommen.

Die Ursache für das erheblich schlechtere Geschäft liegt also vorrangig an politisch gelenkten Faktoren, dazu gehört zum Beispiel auch eine von Teilen des Gewerbes abgelehnte Tariferhöhung im August 2022 um satte 13%. Gleichzeitig werden wir in Sippenhaft genommen Geld in ein marodes Gewerbe zu investieren, was in dieser Form vielleicht schon in wenigen Jahren gar nicht mehr existiert. Taxi als verlässlicher und unabdingbarer Partner individueller Mobilität sind allenfalls Lippenbekenntnisse, genau wie der Zwang zur EMobilität billige Symbolpolitik ist.

Man möge mich an dieser Stelle nicht falsch verstehen. Jeder Unternehmer soll sich das Fahrzeug zulegen, was er für seinen Betrieb für richtig erachtet. Das kann natürlich ein VW ID4 sein, oder eine Diesel E-Klasse und sogar ein alter V8 Bolide. Solange ein MSC Kreuzfahrer beim Passagierwechsel in Steinwerder mehr Emissionen rausbläst, als die gesamte Hamburger Taxiflotte in einem ganzen Jahr, ist die Forderung nach „lokal emissionsfreien“ Taxen einfach nur lächerlich.

Heute nun habe ich vernommen, es gab eine Mitgliederversammung der Taxenunion, wo sich eine Mehrheit der Unternehmer dafür ausgesprochen hat, aus dem Zwang zur EMobilität lediglich eine Empfehlung zu machen. Schauen wir mal wie der Vorstand Jan Gruppe, dass der Behörde vermitteln möchte? Bestimmt nicht mit Opportunismus und Kuschelkurs, sondern mit harten Fakten und guten Argumenten.

Zuletzt eine aktuelle Umfrage aus unserer Taxi Telegram Groppe:

Zum Glück ist erstmal Wochenende. Grüße C.L.

Mein W212 Tagebuch – Schrauberecke

On März 29, 2024, in Tagschicht, Von C.L.

Es gibt zwei Arten von selbstfahrenden Taxiunternehmern. Die einen finanzieren einen Neuwagen und erwirtschaften Monat für Monat die Rate für den Hersteller. Die anderen kaufen ein gebrauchtes Taxi cash und sehen zu, dass Reparaturen und Wartung weitmöglichst hinter den Fixkosten einer Finanzieurng bleiben.  Bei mir hat das seit 2006 immer gut geklappt. Seit August 2023 habe ich folgende Kleinigkeiten am Benz gemacht:

1. Ölwechsel in Eigenregie. Kosten 60€. Wechselintervall von 25tkm auf 17,5tkm verkürzt.

2. Tausch Kurbelgehäuseentlüftungsventil (Fehler P52E71). 70€ das Teil, 165€ der Einbau.

3. Tausch Bremsscheiben und Klötze vorne. Kosten 265€, Einbau in Eigenregie, Klötze ATE ceramic.

4. Tausch Getriebelager. Montage in der Selbsthilfe, Kosten 50€.

Zum Vergleich hatte ein finanzierter Neuwagen in diesem Zeitraum 4500€ gekostet. Demnächst folgt ein Zündkerzenwechsel, sowie Kontrolle bzw. Tausch Luftfilter und Innenraumfilter.
Die aktuelle Kilometerstand beträgt 263.000

UPDATE MÄRZ 2024:

Wie ich bereits an anderer Stelle gepostet habe, fahre ich seit August 2022 einen Mercedes W212 als Taxi. Der Vorbesitzer hat den Wagen zuletzt in eine freie, auf Mercedes-Benz spezialisierte Werkstatt, zum Service gebracht.

Zuerst einmal wagte ich mich an den Zündkerzenwechsel, für mich totales Neuland, habe ich doch mein Leben lang Diesel gefahren. Und meine Motorrad Karriere ist nun auch schon seit zwanzig Jahren beendet. Da habe ich wohl zuletzt mal Kerzen gewechselt. Beim Kerzenwechsel, ziemlich kompliziert am M274, hatte ich auch gleich was zu meckern. Zuerst einmal waren zwei der vier Kerzen nicht festgedreht, da hat die Werkstatt wohl gepennt. Und die tiefliegenden Kerzenstecker waren ausgehärtet und porös, das kreide ich den Ingenieuren bei Mercedes an. Muss man an einer derart heißen Stelle so billigen Plunder verbauen?

Später habe ich dann noch den Innenraumfilter erneuert. Ein Kumpel berichtete von ominösen kleinen Klammern, die gerne im schwarzen Fußraum verschwinden. Diese Klammern haben dann auch prompt gefehlt. Halten tut das Ganze trotzdem ganz gut.

Zuletzt habe ich die Bremsklötze hinten erneuert und dabei gleich auf ATE Ceramic Taxi umgestellt. Eine Klammer war nicht richtig befestigt, auch das sollte in einer renommierten Werkstatt nicht passieren. Denn aufgrund der Rechnungen, die ich vom Vorbesitzer mitbekommen habe, ist absolut klar, wer zuletzt an o.g. Dingen geschraubt hat.

Gekostet hat die ganze Aktion lächerliche 200€ an Ersatzteilen. Nun habe ich hoffentlich erst mal wieder drei Monate Ruhe. Ich werde weiter selber Hand an den Benz anlegen. Nur so fiese Sachen wie Automatikölwechsel oder Radlager hinten darf gerne die Werkstatt übernehmen.

Frohe Ostern C.L.

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Grünen-Chefin Lang auf der Walze, Habeck mit leeren Taschen, Baerbock als Mädchen: Weil der Tölzer Unternehmer Michael Much vor seinem Haus Grünen-Politiker mit Plakaten verspottete, soll er 6000 Euro zahlen. Das akzeptiert er nicht. Im Gespräch mit WELT erklärt er die Gründe für seine Aktion.

„Bei uns gilt die Liberalitas Bavariae“, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gern in Reden, Interviews oder auf seinem X-Account: „Leben und leben lassen.“ Er nimmt sich die Freiheit auch für gröbere Rhetorik, etwa, wenn er Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) mit der DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker vergleicht.

Das heißt freilich nicht, dass der Tölzer Unternehmer Michael Johann Much, 52, derartiges jetzt auch dürfte. Much muss am kommenden Donnerstag beim Amtsgericht Miesbach als Angeklagter erscheinen. Beschuldigt ist er wegen zweier Plakate, die er im vergangenen September, als in Bayern noch Landtagswahlkampf war, auf seinem Grundstück in Gmund aufgestellt hatte. Die Plakate waren von der Straße aus gut zu sehen.

Auf einem Plakat wird Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen verspottet. Unter dem Zitat „Unternehmen gehen nicht insolvent, sondern hören nur auf zu produzieren“ findet sich die provokante Frage: „Kann er überhaupt bis 3 zählen?“

Auf dem anderen sind die Grünen-Politiker Habeck, Cem Özdemir, Annalena Baerbock und Ricarda Lang nebeneinander montiert. Die Habeck-Figur steht da mit nach außen gekehrten leeren Taschen, Baerbock hat die Gestalt eines kleinen Mädchens, und Lang ist auf einer grünen Straßenwalze platziert. Darunter steht: „Wir machen alles platt“, dazu das Logo der Grünen und der verballhornte Parteiname „Bündnis 90 Grüner Mist“. Zudem ist darauf das Habeck-Zitat „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen“ zu lesen.

„Durch die Banner wollen Sie Ihre Missachtung gegenüber den Geschädigten ausdrücken“, heißt es in einem Strafbefehl gegen Unternehmer Much, den das Amtsgericht Miesbach WELT anonymisiert zur Verfügung stellte. Weil er den Strafbefehl über 6000 Euro nicht akzeptierte, hat das Gericht jetzt die öffentliche Verhandlung anberaumt.

Im Strafbefehl wegen Beleidigung, der jetzt auch die Anklage darstellt, heißt es, Much habe die Politiker deshalb verspottet, „weil diese eine herausgehobene Stellung im öffentlichen Leben als Politiker innehaben“. Und weiter in der Schrift: „Zudem waren die Äußerungen auf den Bannern, wie Sie zumindest billigend in Kauf nahmen, geeignet, das öffentliche Wirken der Geschädigten erheblich zu erschweren, insbesondere auch angesichts des zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Landtagswahlkampfes in Bayern.“

Als Zeugen sind aufgeführt: Robert Habeck, Ricarda Lang, Cem Özdemir und ein Polizeiwachtmeister. Die drei Politiker sind allerdings nicht zum Prozess geladen, wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage sagte, sondern nur der Polizeibeamte.

 „Das fängt an beim Kanzler“, sagt Michael Much

Der Angeklagte Michael Much führt in Bad Tölz eine Unternehmensgruppe aus vier Einzelfirmen mit insgesamt 35 Angestellten. Kern des Geschäfts ist eine Taxifirma, die er jetzt in vierter Generation führe. „Die wurde 1886 als Lohnkutscherei vom Urgroßvater gegründet“, sagt er im Gespräch mit WELT. Sein Großvater habe 1908 das erste motorgetriebene Fahrzeug in Bad Tölz in Betrieb genommen und aus der Kutscherei ein Taxi- und Busunternehmen gemacht.

In den 1960ern habe sein Vater übernommen, von dem er den Betrieb 1996 gekauft habe. Als zweites Standbein habe er einen Handel mit gebrauchten Taxen gegründet und zur Jahrtausendwende seine heutige Niederlassung auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne gebaut. Hinzu kam eine Immobilienfirma, mit der er alte Häuser herrichtet und verkauft, und eine weitere für Ferienimmobilien am Gardasee.

Politisch gehört er seit zehn Jahren der CSU an. Parteichef Markus Söder mag er. „Manchmal erinnert er mich an den Strauß.“ Söder könne Leute mitnehmen. Das habe sich in der Corona-Zeit gezeigt. „Ob da alles richtig oder falsch war, lassen wir mal dahingestellt.“ Aber Söder habe den Mut gehabt, „den Leuten auch in schlechten Zeiten gut zuzureden und zu sagen, es geht weiter.“ Der habe das nötige Charisma, „der Großteil ist mitgegangen“.Dann kam die Ampel-Regierung in Berlin. „Die können das nicht mehr. Das fängt an beim Kanzler. Der steht nur da und lacht. Das ist nicht überzeugend. Da fehlt das Charisma, da fehlt der Weg.“

Außerdem bekomme er mit seinen Firmen die Folgen der Ampel-Politik zu spüren, so Much: „Du wirst rundum von den Kosten erschlagen. Das geht los beim Strom. Dann der Diesel. Die Kosten für Ersatzteile, wenn die überhaupt verfügbar sind. Die Lieferkette ist kaputt. Da fehlen Glieder. Das ist nicht mehr rund.“

Genau das habe ihn bewogen, einen Bauzaun mit den Plakaten auf sein Grundstück zu stellen. Die Idee habe er im Internet gefunden, ein Mann in Hessen habe es vorgemacht. Den habe er kontaktiert, und der habe ihm die Plakate sogar vorbeigebracht.

Nur wenige Tage später seien zwei Polizisten vorbeigekommen und hätten die Plakate flachgelegt, sodass die nicht mehr zu sehen gewesen seien. Er habe sie wieder aufgestellt, kaum dass die Beamten weg waren. Aber die Polizisten seien zurückgekommen mitsamt einem richterlich unterzeichneten Durchsuchungsbeschluss. Sie hätten die Videos seiner Überwachungskamera haben wollen.

Dass der Mann in Hessen dafür nicht belangt wurde, Michael Much dagegen schon, verwundert nicht nur den Unternehmer, sondern auch seinen Anwalt Christoph Partsch. „Das ist eine überschießende Aktion“, sagt er im WELT-Gespräch. Bemerkenswert sei, dass nicht nur der Staatsanwalt der zuständigen Staatsanwaltschaft München II in Muchs Aktion den „hinreichenden Verdacht einer Straftat“ sehe. Sondern auch der Richter, der den Durchsuchungsbeschluss unterzeichnet habe, sowie der Tatrichter, der die Anklage zugelassen habe.

Das liege womöglich an einer bayerischen Besonderheit, nämlich dem sogenannten Rotationsprinzip der bayerischen Justiz. Jeder bayerische Richter muss bei der nächsten Beförderung in die Staatsanwaltschaft wechseln, jeder Staatsanwalt auf einen Richterstuhl. Jeder Richter muss damit rechnen, dass der Staatsanwalt bald Richter sein könnte und er selber als Staatsanwalt eine Anklage bei ihm durchbringen möchte.

„Das bayerische Rotationsprinzip ist des Rechtsstaats nicht würdig“, befindet Anwalt Partsch. Womöglich sei es eine Ursache dafür, dass Bayern beim Bundesgerichtshof die höchste Aufhebungsquote von Urteilen aller Bundesländer habe. Und womöglich sei es auch eine Ursache dafür, dass die Plakate seines Mandanten Much überhaupt erst zu einem Fall für die Justiz wurden.

Tja liebe Freunde des nichtbetreuten Denkens. Text und Inhalt sprechen ja für sich, da erspare ich mir einen schmissigen Kommentar. Davon gibt es im übrigen über 1000, zu finden beim Welt Artikel direkt.

Beste Grüße C.L.

Copyright by Welt.de / Axel Springer SE

Während mich den halben Februar eine heftige Influenza in die Knie gezwungen hat, ist schon wieder so viel passiert, dass ich mit den Schreiben gar nicht hinterher komme.

https://www.abendblatt.de/hamburg/article241782942/Vorbestellte-Taxen-sollen-kuenftig-zu-Festpreisen-fahren.html

Wieder einmal symptomatisch, womit sich Behörde, Politiker und sog. Gewerbevertreter beschäftigen. Genau wie in der Bundespolitik mit absoluten Nebenkriegsschauplätzen, peinlich und absurd ist das.

Aber es passt natürlich hervorragend ins Bild, wie unsere Branche immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt wird und in der Presse postuliert wird, wir wären begeistert für jeden noch so großen Schwachsinn zu haben. Sei es für Elektrotaxen, die angeblich so viele Kunden ganz toll finden. Oder sei es für Tarifkorridore, obwohl der Hamburger Taxentarif, da rein nach Kilometern berechnet, immer für dieselbe Strecke den exakt gleichen Preis ausweist. Wir haben zu 99% Festpreise und ein Tarifkorridor nutzt nur Vermittlern, die die Tarifpflicht untergraben wollen und Kunden an sich binden um diese dann an die angeschlossenen Taxen gegen Gebühr zu verschachern.

https://taxen-union-hamburg.de/verband/aktuelles/news-details/kamagne-mehrachtung.html

Genauso diese Aktion. Unfälle mit Radfahrern durch unachtsam aufgerissene Türen finde ich jetzt auch nicht so zentral für den Alltag in der Droschke. Ich gucke immer in den Rückspiegel und melde dann in Richtung Fond man könne nun gefahrlos aussteigen.

https://taxi-times.com/organisierte-kriminalitaet-mindestens-1-000-illegale-mietwagen-in-berlin-unterwegs/

Auch wenn Uber in Hamburg kein wirkliches Problem ist, so haben auch wir insgesamt gut 350 konzessionierte Mietwagen und man fragt sich manchmal wie und womit die ihr Geld verdienen? Berlin als „shithole“ ist natürlich noch einmal eine ganz andere Nummer, wo die Aufsichtsbehörde konsequent eine Arbeitsverweigerung an den Tag lebt, anstatt die ehrlichen Kollegen zu schützen.

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/verkehr/flughafen-duesseldorf-kooperiert-mit-uber_aid-107985965

Und zuletzt diese Meldung. Warum sollte irgendwer an einem Deutschen Flughafen Uber benötigen? Dort stehen Taxen, diese sind in der Regel sehr gepflegt und akzeptieren Kreditkarte. Anstatt einfach ein Fahrzeug zu besteigen, wird Uber bestellt, alternativ FreeNow, oder gleich Moia. Man lungert in irgendwelchen Ecken rum und erklärt am Telefon wo man denn als Kunde gerade steht und wartet. Der Kunde macht es sich in dieser ohnehin überkomplexen Welt zu oft viel zu kompliziert.

Ich selber sehe ganz woanders Potenzial zur Optimierung. Sei es die unsägliche Ampelschaltung in Hamburg, Baustellen, die wie Pilze aus dem Boden spießen, oder gefühlt alle 1500 Meter eine Radarfalle, um die marode Staatskasse aufzufüllen. Wie wichtig wir noch lange Zeit bleiben werden zeigt letztlich auch Apple, die ihre Ambitionen zum vollautonomen Fahren beerdigt haben, nachdem sie diverse Milliarden Dollar verbrannt haben. Dumm nur wenn die Kollegen ausgebrannt und entnervt gar keine 10 Stunden Schichten mehr schaffen.

https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-stellt-Autoprojekt-ein-versetzt-Team-zur-generativen-KI-9640888.html

Grüße C.L.

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