Immer neue Subventionen und Hilfen lobt unsere Bundesregierung aus. Auch in Zeiten klammer Kassen, ohne Wirtschaftswachstum, dafür mit immer neuen Schulden und stetig steigenden Zinsen. Ich finde das falsch und grob fahrlässig.

Nachdem was ich in den letzten Wochen auf Hamburgs Straßen erlebt habe muss ich feststellen, dass der Sprit noch viel zu billig ist. Ob vor Ostern oder vor Pfingsten, jeder meint er müsse sofort mit dem Auto irgendwo durch die Republik reisen. Ostereier suchen im Schwarzwald 700km weg von Hamburg ist ja auch überlebenswichtig.

Es ist absurd einen Tankrabatt mit der heißen Nadel zu stricken, den kaum jemand braucht, der aber mal eben 20 Milliarden Euro kostet. Waren die Straßen leerer, als der Liter Diesel 2,50€ gekostet hat, war kein Stau auf der A7 und A1? Nein, weil das Spritpreisniveau niemanden wirklich weh tut. Ich finde es bemerkenswert, dass beispielsweise der jährlich steigende CO2 Preis eine Lenkungsfunktion entfalten soll (2-3Cent pro Jahr), wenn selbst eine Preissteigerung von bis zu 35% zu keinerlei Verhaltensänderung führt.

Denn natürlich hat Hamburg dem Begriff Staustadt Nr.1 in Deutschland trotz hoher Spritpreise wieder alle Ehre gemacht. Am Domparkplatz reichte die Autoschlange bis zum Motel One in der Ludwig-Erhard-Straße zurück. Stau vor jedem Konzert in der Barcleycard Arena und natürlich bei jedem HSV Spiel. Verkehrschaos durch ständige Vollsperrungen es Elbtunnels. Auch jetzt wieder zum Beginn der Pfingstferien in Hamburg. Nicht zu vergessen das Chaos rund den Hamburg Marathon und das zu erwartende Chaos rund um den Hafengeburtstag. Aber die Menschen steigen trotzdem ins Auto und fackeln Benzin ab. Das ist natürlich ok, man sollte dann aber auch nicht schamlos auf die Tränendruse drücken.

Wie in der Welt jüngst zu lesen war geben die Deutschen jährlich 80 Milliarden Euro für Urlaub aus. Armut sieht tatsächlich anders aus.

C.L.