Taxi Hamburg

Buchhaltung und Jahresabschluss selber machen

9. Februar 2010 von C.L. -/- Kategorie Tagschicht

Hallo allerseits,
mit einen gut geführten Kassenbuch und optional Fahrtenbuch ist der Jahresabschluss an einem Sonntag Nachmittag erledigt. Wer als Taxenunternehmer selbst das nicht auf die Reihe bekommt, sollte sich fragen, ob eine Selbständigkeit das richtige für ihn/sie ist ?

Relevant für Kleingewerbetreibende sind folgende Vordrucke, die man beim Bundesfinanzminesterium findet und im Browser ausfüllen kann.

01. Einnahmen – Überschuss Rechnung
Wichtig ist es hier sich Gedanken zum Thema private Kfz. Nutzung zu machen. Die pauschale Besteuerung (1% Regelung) ist in der Regel nachteilig für den Taxenunternehmer. Günstiger dürfte sein, über ein Fahrtenbuch die echte private Kfz. Nutzung nachzuweisen und somit nur diese Kilometer zu versteuern.
Ansonsten ist hier eigentlich nur der Posten „Reisekosten“ interessant. Hier kann man seinen Mehrverpflegungsaufwand eintragen und steuerlich geltend machen.

02. Einkommenssteuer Erklärung / Vorsorgeaufwand (neu in 2010)
Hier sind in der Regel nur Beiträge zur KV und RV einzutragen. Evt. noch Beiträge zu privaten Versicherungen.

03. Anlage G
Hier wird der Gewinn aus der EÜR eingetragen

04. Anlageverzeichnis
Ins Anlageverzeichnis gehören alle angeschafften Wirtschaftsgüter über 410 € netto. Natürlich das Taxi, aber eventuell auch der Computer o.ä.

05. Umsatzsteuer Erklärung

Dazu können diverse andere Formulare kommen z.B. für den Ehepartner, die Kinder und zu sonstigen Einkünften.

Ich mache meine Buchhaltung und den Jahresabschluss seit Beginn meiner Selbständigkeit im Alleingang. Ich habe diverse Unternehmer gefragt, wie man dieses oder jenes zu machen hat und auch einige Male beim Finanzamt angerufen, die immer sehr freundlich waren. Zudem habe ich in Steuerforen, auf den Seiten der Handelskammer, sowie über Google diverse Detailfragen klären können. Dieser Beitrag soll zum Nachdenken anregen und gibt nur einen ganz allgemeinen Überblick. Trotzdem ist es kein Hexenwerk seine Steuererklärung selber vernünftig zu machen und dabei auch einiges an Geld sparen zu können.

Gruß C.L.

Umsatz im Taxi – Notwendigkeit und Realität

29. Januar 2010 von C.L. -/- Kategorie Aktuell, Tagschicht

2009 war wirtschaftlich gesehen ein schwieriges Jahr. Natürlich auch für das Taxigewerbe. Die Probleme liegen nach wie vor an der miesen Auslastung, den viel zu schlecht bezahlten Kurztouren und zuletzt an den zu hohen Betriebskosten in der Relation zur Einnahme. Dazu kam natürlich die Wirtschaftskrise, die das Taxengewerbe im zweiten Halbjahr verzögert getroffen hat. Wobei ich auch im Namen meiner Taxikollegen betonen möchte, das gute Geschäfte schon seit Jahren nicht mehr zu machen sind. Seit der Euroeinführung im Jahr 2002 stagniert bzw. schrumpft der Umsatz, während die Kosten nur eine Richtung kennen. Da tut es natürlich besonders weh, wenn die Geschäfte 2009 um 10 – 15 % einbrechen.

Ich habe hier in Absprache mit einigen anderen selbstfahrenden Unternehmern eine ganz spezielle Rechnung aufgemacht, die ich euch gerne präsentieren würde.

Notwendigkeit :

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Unternehmer in Hamburg einen Jahresumsatz von 60.000 € erwirtschaften müßte. Bei 11 Monaten Arbeit pro Jahr (2 Wochen Urlaub / 2 Wochen Krankheit) wären das 5450 € Umsatz pro Monat und bei 200 Stunden im Taxi ein Stundenumsatz von 27,30 €.

Der Betrieb einer Taxi dürfte um die 20.000 € im Jahr kosten und die Kosten für KV und RV liegen bei 10.000 € im Jahr. Kollege X. zahlt allein für seine finanzierte E-Klasse inkl. Taxiversicherung mit Vollkasko über 10.000 € im Jahr und ist dabei noch keinen Meter gefahren. Kollege Y. zahlt jährlich für die Funkvermittlung, Provision für Kreditkartenabrechnung und diversen Soft- und Hardwareupdates ungefähr 5000 €. Kollege Z. ist Mitte fünfzig und soll für seine private Krankenversicherung 850 € monatlich bezahlen. Das ist zwar keine Betriebsausgabe in steuerlichen Sinne, trotzdem sind das Kosten die schlicht von der Einnahme zu zahlen sind.

Bleiben also von 60.000 € Umsatz ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 30.000 €. Darauf zahlt man bei Steuerklasse I 6000 € Einkommenssteuer und sogar noch ein wenig Gewerbesteuer in mir allerdings unbekannter Höhe.

Für mindestens 55 Arbeitsstunden in der Woche plus Buchhaltung und sonstige betriebliche Aufwendungen würde man also 2000 € netto als Taxenunternehmer verdienen. Ein Gehalt, was in Hamburg tatsächlich jeder Hans und Franz verdient, ganz besonders, wenn man fünfzehn bis zwanzig Jahre in seinen Job tätig ist.

…und die Realität :

Nicht nur im Jahr 2009 waren die selbstfahrenden Einwagenunternehmer Lichtjahre von diesen Umsätzen und Gewinnen entfernt. Wir fahren seit Jahren Umsätze zwischen 25.000 und allerhöchstens 40.000 €, also mit einer gigantischen Unterdeckung. Das kann und darf so nicht bleiben, weil wir für anständige Arbeit irgendwann in hoffentlich naher Zukunft auch einmal anständig entlohnt werden wollen.

Was ist also zu tun ?

Blicken wir zuerst einmal Richtung Stuttgart, wo es ein funktionierendes Taxengewerbe gibt. Für 600.000 Einwohner stehen 700 Taxen zur Verfügung. In Hamburg stehen für 1,75 Mio. Einwohner eben nicht nur 2100 Taxen zur Verfügung, sondern 3400 Taxen, also 1300 zuviel. 1/3 der Konzessionen einzuziehen würde 1/3 mehr Umsatz bedeuten. Einen Konzessionsstop müsste man allerdings einklagen, worüber immer mehr Kollegen nachdenken.

In Hamburg gibt es einige Großbetriebe, die ihre Taxen mit Langzeitarbeitslosen und Rentnern besetzen. Diese Angestellten haben im Hamburger Taxengewerbe nichts zu suchen, sie schmälern unsere Auslastung und unseren Umsatz und sie sind nur bedingt geeignet Kunden zu befördern. Die Auslastung im Jahresschnitt beträgt gerade mal 1,2 Touren pro Stunde, da ist kein Platz für soziale Schmusereien. Außerdem machen uns Fahrer mit ihren eklatant langen Lenkzeiten zusätzlich die Suppe dünn. Ein angestellter Taxifahrer darf keinesfalls jede Woche 70 Stunden in der Taxi sitzen, trotzdem ist das die Regel weil so etwas überhaupt nicht kontrolliert wird.

Zuletzt muss man einmal mehr auch dem Taxentarif eine Teilschuld geben, warum in Hamburg die Geschäfte im Eimer sind. Besonders in den letzten Wochen mit Dauerfrost fahren die Funktaxen fast ausschließlich um die Ecke. Von 2 Touren pro Stunde, die max. 7 € bringen kann man keinen Gewinn erwirtschaften. Und wenn eine Fahrt bei Schneetreiben 35 Minuten dauert und 13 € kosten soll, fährt der Kollege zurecht im Anschluss frustriert nach Hause.

Gruß C.L.

Peter Lüchow + 15.01.2010

18. Januar 2010 von C.L. -/- Kategorie Tagschicht

Der Nacht vom 14. auf den 15.01.2010 wurde in Hamburg nach über zehn Jahren erstmals wieder ein Taxifahrer ermordet. Es handelt sich um Peter Lüchow, den viele Taxifahrer unter dem Pseudonym PL aus dem bundesdeutschen Taxiforum kennen.

Forenbeitrag zum Tod von pl

Taxiforum 1550 Kommentare von pl

Peter Lüchow war ein Taxenunternehmer, wie man sie in Deutschland überall finden kann, er fuhr eine zehn alte E-Klasse ohne Funk und ohne Mitarbeiter und lebte recht bescheiden bei einer alten Dame zur Untermiete.

Im Taxiforum habe ich seine Kommentare immer gern gelesen und bedauere, ihn nicht einmal persönlich kennen gelernt zu haben. Seine kritischen Bemerkungen über den Hansafunk (211211) und die Arbeit der BSU (Taxigutachten eine Erfolgsgeschichte) haben mir gezeigt, dass hier jemand unterwegs ist, der realistisch und ungeschönt die Zustände im Taxengewerbe kennt. Er hat als Einzelkämpfer versucht das Beste aus einer auf ganzer Linie verfahrenden Situation zu machen.

Im Zusammenhang mit dem sinnlosen Mord diskutieren die Taxikollegen am Posten angeregt folgende Aspekte :

Wie kann man einen Mord wegen 100 oder 200 € begehen ? Mehr Bargeld hat kaum ein Kollege im Wagen.

Wo ist die Solidarität der Straße ? Kaum ein Taxi fährt mit einem Trauerflor durch die Stadt.

Wie ist es möglich, dass in einer Wohnstraße in Klein Flottbek ein Taxi mit laufenden Motor und eingeschalteten Warnblinker stundenlang nicht bemerkt wird. Geht da nach 22 Uhr niemand mit dem Hund Gassi ? Kommen da nach Mitternacht keine Jugendlichen nach Hause ?

Besonders jugendliche Kleingruppen benehmen sich in der Nacht als Fahrgäste zu oft unter aller Sau. Ungefragt am Radio zu spielen ist da noch eher harmlos. Grölen, pöbeln und mit dem Taxifahrer wegen der Route streiten gehören immer öfter zu einer nächtlichen Taxifahrt. Und wegen dem Druck Geld verdienen zu müssen, wird viel zu selten die Fahrt abgebrochen.
Respekt und Wertschätzung für unsere Arbeit gibt es in unserem Beruf viel zu selten.

Meine Gedanken sind in diesen Tagen bei der Familie und den Freunden des Opfers.

Gruß C.L.

Wenn die Taxischicht zur Rutschpartie wird

12. Januar 2010 von C.L. -/- Kategorie Tagschicht

Hallo liebe Leser,
leider muss ich einmal mehr Kritik an der Stadt Hamburg und seinen zuständigen Behörden und Institutionen üben. Schon vor Weihnachten hatten wir in Hamburg einen echten Winter mit Frost, Eis und Schnee. Bereits in der vierten Woche muss ich nun erleben, wie bei Temperaturen um oder unter Null Grad sämtliche Straßen in Hamburg matschig, rutschig und vereist sind. Selbst auf den größten Hamburger Hauptstraßen wird nicht gestreut und alle Autofahrer müssen zusehen, wie sie heil durch den Tag kommen. In den letzten vier Wochen haben meine Kollegen und ich insgesamt keine zehn Streufahrzeuge gesehen, ein Trauerspiel für eine der reichsten Städte Europas. Es drängt sich zunehmend der Verdacht auf, die Bedürfnisse der Allgemeinheit interessieren den Hamburger Senat einfach nicht mehr.

Natürlich müssen Privatleute nicht unbedingt mit ihrem Pkw zur Arbeit fahren und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass in der zweiten Januarwoche ein Teil der Bevölkerung ihre Fahrzeuge hat stehen lassen. Leider müssen aber wir Taxifahrer jeden Tag raus und Geld verdienen. „Drive to survive“ stand vor vielen Jahren mal auf dem Heckdeckel einer Taxi in unserer Stadt. Eigentlich wäre es konsequent bei diesen Straßenverhältnissen mit dem Taxi gar nicht loszufahren. Das Risiko einen Schaden zu produzieren, weil man auf eisglatter Straße in den Vordermann reinrutscht oder vielleicht sogar quer in ein parkendes Fahrzeug, steht in überhaupt keiner Relation zur durchschnittlichen Tageseinnahme. Obwohl ich denke, ich bin ein Profi auf der Straße, wäre ich gegen Abend fast über die Kreuzung an den Landungsbrücken geschlittert, schon vorher hatte ich mich in einer kleinen Straße in Eppendorf so gut wie festgefahren.

Aber für die Elbphilharmonie und die Verunstaltung öffentlicher Plätze (Große Bleichen / Hallerplatz) stehen natürlich Millionen zur Verfügung.

Knitterfreie Fahrt wünscht C.L.

HH-taxi im TV

16. Dezember 2009 von C.L. -/- Kategorie Tagschicht

Anfang Dezember bekam ich einen Anruf, ob ich Lust hätte für einen NTV Bericht vier Navigationsgeräte zu testen. Es handelte sich um Geräte, die Computerbild in der Ausgabe vom 03.12.2009 gestestet hat.
Ich konnte jedes Gerät eine knappe Stunde ausprobieren und fand insgesamt gesehen bieten diese Geräte im Preissegment zwischen 200 und 300 Euro eine ganze Menge. Mein Favorit war das Falk F12 3. Edition, weil es Routen und Alternativrouten sehr schnell berechnete, eine schicke Kartendarstellung hatte, und weil Gerät und Halterung mittels eines Magneten befestigt werden.

Hier nun der NTV Bericht. Gedreht bei schönsten Sonnenschein im Dezember.
Und der Computerbild Test der vier Navigationsgeräte

Gruß C.L.

Stundenumsatz bei 100% Auslastung

1. Dezember 2009 von C.L. -/- Kategorie Aktuell, Tagschicht

Heute hatte ich einen Spezialauftrag, auf den ich die Tage noch genauer angehen werden. Ich sollte mit einem Team des Senders NTV Navigationsgeräte in der Praxis antesten. Als Bezahlung habe ich vorgeschlagen einfach das Taxameter mitlaufen zu lassen. Insgesamt sind wir vier Stunden in Hamburg unterwegs gewesen, habe Wartezeiten produziert und sind durch diverse kniffelige Stadtteile gefahren. Am Ende hatten wir 94,20 € auf der Uhr bei 100% Auslastung. Das entspricht einen Stundenumsatz von 23,55 €. Daraus mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.
Nicht eben viel, auch wenn ich zugeben muss das diese Fahrt wirklich Spaß gemacht hat und mal etwas anders war.

Gruß C.L.

Kontrolle am Flughafen

1. Dezember 2009 von C.L. -/- Kategorie Aktuell, Flughafen, Tagschicht

Montag morgen um kurz nach 9 Uhr wurde der Taxenspeicher am Flughafen komplett abgeriegelt. Mindestens 50 Polizisten kontrollierten Hunderte von Taxen. Auch Mitarbeiter der BSU waren vor Ort. Überprüft wurde die Vollständigkeit der Dokumente und die spezifische Ausstattung der Fahrzeuge. Mich hat das nicht weiter gestört. Gewundert hat mich allerdings, dass man uns kontrolliert, wo doch erst eine Woche vorher die Hamburger Morgenpost auf Unregelmäßigkeiten beim Ansprechen und Anlocken der Kunden im Terminal durch Taxifahrer hingewiesen hat.

Gruß C.L

Geknechtete Fahrer, dreiste Unternehmer

1. Dezember 2009 von C.L. -/- Kategorie About

Unglaublich was mir am Posten so alles erzählt wird. Vor allem wenn es um die geforderten Umsätze geht, die ein Unternehmer mittlerweile von seinem Angestellten sehen will.
Ein Fahrer mit einem Touran ohne Funk erzählte mir er müsse monatlich 4500 € auf die Uhr fahren. Sein Unternehmer gehört mit zur Zeit ca. 50 Taxen zu den größeren Betrieben in Hamburg. Als Alleinfahrer muss er mindestens 300 Stunden im Monat arbeiten (und schreibt sicher genau wie auch andere Fahrer jeden Tag 8 Stunden Lenkzeit auf den Schichtzettel).
Ein anderer Fahrer, der beim noblen Hansafunk seine Brötchen verdient, ist von seinem Unternehmer aufgefordert worden zukünftig doch bitte 1400 € Umsatz in der Woche zu machen. Da das mit 5 Schichten garantiert nicht zu schaffen ist, soll der Kollege zukünftig selbstverständlich 6 Schichten fahren.

Ich sehe genau hier eines der Hauptprobleme im Gewerbe. Miese Auslastung erfordert massiven Zeiteinsatz, der allerdings beim Angestellten gesetzlich verboten ist. Mein Wissensstand ist, dass angestellte Taxifahrer max. 6×8 = 48 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Ich könnte mich aus Spaß ja mal bewerben und dem Unternehmer vorschlagen ich arbeite werktags von 8 Uhr bis 16 Uhr. In Hamburg würde mich niemand einstellen…
Wer schützt vor allen die Kunden vor total übermüdeten Kutschern, die mal wieder 16 Stunden auf dem Bock gesessen haben ?

Gruß C.L.

Mister X trifft Koberer am Flughafen Hamburg

24. November 2009 von C.L. -/- Kategorie Aktuell, Flughafen, Tagschicht

Kobereien am Flughafen Hamburg

Nun hat sich also die Mopo einer Taxenproblematik angenommen, die mindestens solange existiert, wie ich den P. Schein habe.

Einige besonders schlaue Taxler wollen nicht 1-3 Stunden in der Schlange stehen, sie parken ihre Taxen im Parkhaus und sprechen im Terminal vermeidliche Kunden an. Sie haben keine langen Wartezeiten, zahlen nichts an den Flughafen und das beste ist, ihr Verhalten wird seit JAHREN geduldet. Weder die Flughafen GmbH, noch die BSU sieht sich in der Pflicht zum Schutz der ehrlichen und korrekten Kollegen diesem Treiben ein Ende zu setzen. Angeblich sollen dort sogar Ex Taxifahrer mitmischen, die ein Ex Taxi fahren. Das ist zwar auch hellelfenbein lackiert, hat aber weder Dachschild, noch eine gültige Konzession und ist nicht einmal als Taxi versichert. Bereits vor einigen Jahren haben Fahrer versucht diese illegalen Handlungen zu dokumentieren, umfangreiches Beweismaterial ist bei der BSU eingegangen, allerdings ohne Konsequenzen.

In einigen Leserbriefen zu diesem Thema sehe ich das Teile der Kundschaft dieses Verhalten nicht einmal für ein Kavaliersdelikt halten, sondern sogar noch der besondere Service gelobt wird. Wie blöd sind unsere Kunden eigentlich ?

Ich habe eine Konzession für meine Taxi erhalten, den Wagen richtig teuer als Taxi versichert, ein Kassenbuch- und Fahrtenbuch zu führen, pünktlich meine Umsatz- und Einkommenssteuer zu bezahlen und ich zahle sogar Geld für das Warten am Flughafen.
Das Personenbeförderungsgesetz sagt eindeutig man hat am Taxistand auf Kundschaft zu warten und eben nicht, wo es einem beliebt, und man darf keine Kunden anlocken bzw. ansprechen.

Die Koberer sacken jeden Tag min. denselben Umsatz wie ich ein, zahlen keine Steuern darauf und verteilen wertlose bzw. falsche Quittungen. Ich bezeichne so was als Diebstahl und bin der Meinung wieder einmal hat sich die BSU durch ihre Selbstgefälligkeit bis auf die Knochen blamiert.

Gruß C.L.

S – Klasse als Taxi ?

23. November 2009 von C.L. -/- Kategorie Tagschicht

Letze Woche stand vor mir am Posten eine Mercedes Benz S-Klasse als Taxi. Vermutlich ein 320 Cdi. Ich fing an ein wenig zu träumen, wäre das nicht ein tolles Arbeitsgerät mit den protzig ausgestellten Kotflügeln und der üppigen Beinfreiheit im Fond ? Wäre es nicht schön für die Kunden mit 235 PS und viel wichtiger mit 540Nm ab 1600u/min. durch die Stadt zu cruisen ? Müßte man nicht als serviceorientierter Taxenunternehmer mit nichts weniger als solch einem Fahrzeug die Kunden chauffieren ? Ja diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als die Tür aufging und meine beiden Kunden zustiegen.

Wir sind dann für 4,40 € einmal ums Eck gefahren und ich habe eine Quittung über 4,50 € ausstellen dürfen.

Hinterher dachte ich natürlich sofort was für ein Glück bei solch miesen Touren und einem noch mieserem Trinkgeld eben nicht so ein Fahrzeug für die Kundschaft vorzuhalten. You always get what you paid for…
Als Taxi geht so ein Schlitten natürlich gar nicht, da sind die Kosten ja höher als die Einnahmen. Mein Kumpel fährt im Limousinenservice einen S350 Hybrid. Da kostet aber auch eine Fahrt um die Ecke ab 80 € netto.

Gruß C.L.