Taxi Hamburg

Probefahrt im W213 – Das (T)raumschiff

On September 8, 2016, in Aktuell, by C.L.

Am Montag wurde in der Mercedes Benz Niederlassung Kollaustraße die aktuelle E-Klasse W213 als Kombi vorgestellt. Weil dort ein Kollege eine Probefahrt im W213 als Limousine organisiert hatte, dürfte auch ich ans Steuer.

W213 Kombi

W213 Kombi

Optisch ist der Wagen wirklich sehr gelungen und erinnert mit seinen runden Formen eher wieder an den freundlichen W211, als an den kantig agressiven W212. Als Ausstattungsvarianten gibt es erneut Classic, Avantgarde und den Exclusive, im W211/212 Elegance genannt. Zudem natürlich eine AMG Optik Variante, die man mit einem entsprechenden Power Aggregat ordern sollte und nicht mit einem schnöden Vierzylinder Diesel.

Front Exclusive

Front Exclusive

Der Motor arbeitet sehr leise, gestartet wird nun serienmäßig mit Keyless Go. das Neungang Getriebe hält das Drehzahlniveau sehr niedrig, es ist mit einem Minderverbrauch von bestimmt einem Liter im Vergleich zum W212 zu rechnen, das ist natürlich auch dem Start-Stop System geschuldet. Euro 6 erreicht der Diesel durch eine Adblue Nachverbrennung mit einem Einfüllstutzen für den Harnstoff hinter der Tankklappe. Auf unserer Testrunde lagen wir bei 6,4 Litern (Werksangabe 4,3-4,7 Liter). Trotzdem gut für einen 194PS Vierzylinder. Zudem wurde die anfällige Single Steuerkette beim OM654 durch ein weiteres Kettenrad ersetzt.

Das Fahrwerk arbeitet trotz sportlicher Abstimmung und 17 Zoll Bereifung (mit 225´ Bereifung, vorher 245´ im W212) recht komfortabel, die Bremsen reagieren gewohnt bissig.

Esche schwarz offenporig

Esche schwarz offenporig

Das Interieur präsentiert sich elegant und fast ein bißchen zu protzig. Touchpads im Lenkrad, Menüs und Untermenüs im Display des kleinen Navis von Garmin. Die Kartendarstellung ist leider wie immer bei MB vorsindflutlich. Ein Schacht zur Aufnahme von IPad Mini oder IPad wäre eine ideale Option. Leider sind so Selbstverständlichkeiten wie Ablagen nun aufpreispflichtig. Diverse Schalter und Lüftdüsen erfreuen das Auge im Look von gebürsteten Aluminium, tatsächlich handelt es sich aber um schnödes Plastik.

Esche hellbraun offenporig

Esche hellbraun offenporig

Just for fun habe ich mal auf die Schnelle den Konfigurator angeworfen und folgendes Fahrzeug für mich zusammengestellt :

Grundpreis E220d Das Taxi 32.200€

Schiebedach 1125€
Garmin Map Pilot 850€
Avantgarde Exterieur 1050€
Avantgarde Interieur 1150€
Spiegeltaxameter 890€
Rückfahrkamera 400€
Durchlademöglichkeit 435€
66 Liter Tank 50€
Holz Esche schwarz offenporig 240€
Heckrollo 385€
Felgen glanzgedreht 250€
Ablagepaket 105€
LED Licht 865€

Endpreis 39985 netto
Rate auf 60 Monate mit 2,99% Zinsen 666€.

Soweit, so gut. Bestellen werde ich ihn trotzdem nicht und das hat ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Solange ich nicht in jeder einzelnen Taxischicht mindestens 250€ erlöse, brauche ich mir über einen Neuwagen keinen Kopf zu machen. Außerdem kauft man keine Neuentwicklung mit entsprechenden Kinderkrankheiten. Mal gucken, wie sich das Taxigeschäft bis Sommer 2020 entwickelt. Da kommt nämlich die Modellpflege der E-Klasse raus. Und vier Jahre hält mein W211 locher noch.

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Crash Vorserien Taxi ;-(

LG C.L.

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Kaum war ich zurück aus meinem Sommer Kurzurlaub hat mich der Alltag schon wieder fest im Griff. Die letzten Tage waren wie so oft eine richtige Achterbahnfahrt, die alle Aspekte unseres Jobs abdeckt.

Highlight war eine Fahrt vom Flieger nach Steinwerder zur Queen Mary 2 mit direktem Anschluss zurück zum Flughafen Hamburg. In 90 Minuten hatte ich 87€ Umsatz, tagsüber rekordverdächtig.

In diesen Sommerferien waren die Straßen in Hamburg ungewöhnlich voll, keine Spur von 30% weniger Verkehr, weil alle im Urlaub sind. Ich unterstelle noch nie sind im Juli und August derartig viele Hamburger zu Hause geblieben und haben bei „Tagesausflügen“ die Straßen der Stadt verstopft.

Dafür könnte man vermuten eine ganze Reihe von Taxifahrern hat Urlaub gemacht. Kann es sein, dass die Unternehmer, die Fahrer beschäftigen, tatsächlich Lohnfortzahlung im Urlaub gewähren? Möchte man wirklich versuchen gesetzeskonform zu arbeiten? Oder fahren die Unternehmer vier Wochen in ihre Heimat, und arbeiten die restlichen elf Monate jeden verdammten Tag?

Auf jeden Fall war das Geschäft wenigstens Ende August untypisch stark, was mich gefreut hat und schlicht daran lag, dass weniger Taxen auf der Straße waren.

Aber so ganz rund sollten die Tage dann doch nicht verlaufen. Schon nach wenigen Schichten habe ich wieder 350€ Außenstände, weil immer mehr Geschäftsleute mit Plastik bezahlen. Die Gebühren zahle ich von meinem Trinkgeld, was dafür natürlich nicht gedacht sein sollte.

25€ habe ich überwiesen, weil ich in der Stadt 11km/h zu schnell gefahren bin. Ein Rotlichtverstoß steht noch aus, der dürfte gut 100€ kosten.

Und ich war beim Eichamt und habe 76€ bezahlt. 2015 gab es die Eichung noch für 62€. Ich hätte auch gerne eine Tariferhöhung in der Größenordnung 25%.

Dann gab es da noch die unangenehme Dame, die sich sehr freute endlich mal nicht von einem Ausländer gefahren zu werden, ohne Unterlass ins Handy brabbelte, wichtig zu einer Lounge im Neuen Wall gefahren werden wollte und großzügig den Fahrpreis von 24,50€ auf 25€ aufrundete. Obwohl unsere Auslastung nicht doll ist, ertappe ich mich regelmäßig dabei auf bestimmte Kunden (und ihr Geld) lieber zu verzichten.

LG C.L.

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Diese Woche hat mein Taxi, eine Mercedes Benz E-Klasse Baujahr 2008 die 300tkm erreicht. Zeit also ein Resümee zu ziehen, wie sich der Wagen im harten Taxialltag bewährt hat und wie es um Zuverlässigkeit und Qualität bestellt ist.

Der W211, eine Limousine der oberen Mittelklasse, gefällt im Alltag durch sein komfortables und dennoch straffes Fahrwerk, seine sehr guten Bremsen und seine sanft schaltende Fünfgang Automatik. Weitere Taxidetails überzeugen, wie integrierte Kindersitze im Fond, ein Spiegeltaxameter oder die straffen, mit Kunstleder bezogenen, Sitze.

Nur mäßig angetan bin ich von dem Vierzylinder Diesel (OM 646 Evo) mit mageren 136PS in der Taxiausführung. Der Motor gilt zwar dank Duplexsteuerkette als extrem langlebig, das nutzbare Drehzahlbank ist durch die Drosselung aber schmal, der Klang bescheiden, der Verbrauch im reinen Stadtverkehr mit ca. 10 Litern/100km zu hoch. Immerhin erreicht der Diesel Euro 4 ohne DPF.

Völlig unerwartet war für mich als Mercedes Fan, dass eine Reihe von Details wirklich schlecht umgesetzt waren.
Die Command APS Navigation ist bei Kurzstrecken nur mäßig effizient, wenn es um den kürzesten Weg, oder stauarmes Navigieren geht. Das Display von Alpine wirkt im Vergleich zu einem Smartphone trist.
Die Taxisitze reißen nun bei 300tkm langsam ein, Taxi Sitzbezüge sollten schon 500tkm unbeschadet überstehen.
Das Display der Heizung ist im Sommer nicht ablesbar, das serienmäßige H7 Licht wirklich eine Zumutung.
Ernüchternd auch, dass Millionen von Fahrzeugen zwischen 2002 und 2012 mit minderwertigen, zügig rostenden, Radschrauben ausgeliefert worden sind.

Bei solch kleinen Details sollte sich der Erfinder des Automobils deutlich mehr Mühe geben.

Naturgemäß muss man in ein Auto mit dieser Laufleistung stetig investieren, ohne allerdings annähernd die Rate eines Neuwagens zu verbraten.

Kostspielige Komponenten wie Anlasser, Lichtmaschine, Injektoren, Turbolader oder, mit Einschränkungen, die Automatik sind zum Glück robust und langlebig.

Ersetzt wurden zwischen 03/2014 und 08/216 diverse Verschleißteile:
Zwei Traggelenke
Hydrolager der Zugstreben
Klimakondensator
Motor- und Getriebelager
Gelenkscheibe Kardanwelle
Bremsschläuche
Stoßdämpfer vorne
Batterie
Spannrolle Rippenriemen
Koppelstange an Stabilisator
Magnetventil EHS im Getriebe
Stromregelventil
Sensor Kraftstofftemperatur

Trotz stetigen Reparaturbedarfs sehe ich für mich keine Alternative zu dem Fahrzeug. Allenfalls hätte ich meinen W124 Sechsender behalten und kräftig Schweißen/Entrosten lassen sollen.

BG C.L.

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Gestern hat Clemens Grün (HTV Vorstand) den aktuellsten Datensatz aus den Hamburger Fiskaltaxameter Panel im bundesdeutschen Taxiforum verlinkt. Nachfolgend der Link zu Einlesen : Fiskaldaten Hamburg 2015

Auf den ersten Blick scheinen die Geschäfte in Hamburg ja durchaus üppig zu sein, daher will ich diese Daten mal ein bißchen objektivieren, denn an einigen Stellen könnte man durchaus sagen : „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“

Grundsätzlich klingt ein Stundenumsatz von über 20€ ganz anständig, aber bereits hier müssen zwei Einlassungen folgen :

2015 gab es über etliche Wochen Taxifahrten zum halben Preis (Mytaxi Rabatt), was vermehrt Kunden in die Fahrzeuge spülte. 2016 dürften wir das Umsatzniveau des Jahres 2015 nicht wieder erreichen, denn Rabattaktionen sind bis auf weiteres vom Verwaltungsgericht Stuttgart kassiert worden.

Im Zusammenhang mit den Stundenumsätzen sehen wir, dass angestelltes Fahrpersonal 8,5 Stunden arbeitet. Diese Zahl erscheint extrem umglaubwürdig, es liegt die Vermutung nahe, dass sich angestellte Fahrer am Taxistand (besonders am Flieger) auf besetzt schalten und eine Pause simulieren. Für eine durchschnittliche Einnahme von 160€ hat man zwar auf dem Papier nur 8,5 Stunden gebraucht, real eher jenseits der zehn Stunden. Immerhin weist das Gutachten aus, dass 85% des Fiskalpanels mit Fahrern arbeiten.
Warum aber sollten Fahrer ihre gesetzlichen Rechte (8,50€ Mindestlohn / 48 Stunden Wochenarbeitszeit / Lohnfortzahlung bei Krankheit und Urlaub) nicht einfordern? Würden sie das tun, wäre ihr Arbeitsplatz ziemlich schnell vakant, so einfach ist das.

Die Auslastung ist mit 30% der Arbeitszeit immer noch schlecht, die Fahrpreise für stark nachgefragte Strecken zwischen zwei und drei Kilometern (7,90-10,20€) absolut ungenügend.

Am Schluss wird immerhin die in der Stadt Hamburg durchschnittlich zu erzielende Geschwindigkeit dargestellt. Auch hier wird erneut klar, dass ein Taxitarif ohne Zeitkomponente die Tagfahrer über Gebühr benachteiligt.

22km/h bedeuten bei einem Kilometerpreis von 2,50€ max. 55€/h. 30% Auslastung entsprechen 16,50€/h. Das ist gemessen an den Lebenshaltungskosten in Hamburg einfach zu dünn. Wer Abends und Nachts mit 28km/h unterwegs sein darf, für den sieht die Rechnung etwas besser aus, denn 28km/h entsprechen 70€ Umsatz und 30% davon sind immerhin noch 21€/h.

Ich bezweifele, dass von Umsätzen zwischen 16,50€ und 21€ ein Mindestlohn gezahlt werden kann. Laut einem Bericht im Hamburger Abendblatt rechnet sich ein Angestellter erst, wenn er das 3,5 fache von dem erwirtschaftet, was er kostet. Das wäre ein Umsatz von fast 30€/h. Dabei zeigt das Gutachten sehr anschaulich, dass Stundenumsätze über 25€ wegen der „Karenzminute“ bzw. wegen der ungenügenden Auslastung so gut wie nie erzielt werden.

Leider ist noch unklar, ob das Fiskaltaxameter wirklich zum 01.01.2017 in alle deutschen Taxen einzubauen ist, oder ob sich der Termin wegen Abklärung der technischen Umsetzung möglicherweise um zwei Jahre nach hinten verschiebt?

LG C.L.

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Moin,
hier mal ein interessanter Bericht zur Lebensdauer eines Kraftfahrzeugs. Schön das meine Ansichten dort eingeflossen sind. In ein paar Wochen hat meine Taxi die 300.000km erreicht, dann berichte ich, wie sich der Wagen bis dato bewährt hat.

Mobile.de – Die Kilometerfresser

LG C.L.

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Das Hamburger (Erfolgs)modell ?

On April 10, 2016, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Vor allem im bundesdeutschen Taxiforum wird regelmäßig vom Hamburger Modell gesprochen. Die Hamburger Taxibehörde zeichnet sich durch eine besonders strenge Prüfung bei der Verlängerung der Konzession aus, dadurch sollen die ehrlichen Kollegen besser vor unlauteren Wettbewerb in Form von Steuer- und Sozialabgabenverkürzung in den sog. Mehrwagenbetrieben geschützt werden.

Sehe ich mir meine Umsätze aus den Jahren 2007–2015 an, kann ich nicht erkennen, dass außer viel Lamentieren, irgendetwas Brauchbares beim Hamburger Modell rausgekommen ist.

Zwischen 2007 und 2015 hatten wir in Hamburg insgesamt sieben Tariferhöhungen, wobei die Fahrpreise insgesamt um knapp 20% angehoben wurden. Im Zeitraum von 2007-2015 sank die Anzahl der Konzessionen von 3550 auf ca. 3150. Das entspricht einem Rückgang von lediglich 11%. Ich finde einen Konzessionsabbau in dieser Größenordnung extrem ernüchternd. Nun wäre es schön, wenn o.g. Daten für ein Umsatzplus von gut 30% gesorgt hätten. Dem ist natürlich nicht so.

Mein Umsatzplus aus den Jahren von 2007-2014 waren magere 4%.

Tatsächlich war meine Einnahme lediglich 2015 mit einem Umsatzplus von 15% spürbar besser. Das lag weniger an der guten Arbeit unserer Taxibehörde, sondern vielmehr an den kostspieligen Rabattaktionen von Mytaxi. Davon habe ich als Edelgraupe hier und da sicher profitieren können. Und sei es nur, weil die Posten etwas leerer waren, weil die Kollegen insgesamt mehr in Bewegung gewesen sind.

In 2016 liege ich im ersten Quartal bereits wieder 6% unter dem Niveau des Vorjahres.

Wir haben in Hamburg 3150 Taxen. Davon werden 2200 Wagen von Einzelunternehmern betrieben, knapp 1000 Fahrzeuge sind im Mehrschichtbetrieb unterwegs. Wenn es sich dabei nicht gerade um Hansataxen handelt, sind diese Fahrzeuge unter Beachtung der aktuell gültigen Vorschriften nicht wirtschaftlich zu betreiben. Die Fiskaltaxameterdaten belegen das unstrittig.

Wenigstens 500 Taxen sind meiner Ansicht nach von einem Konzessionsentzug bedroht, warum der Abbau dieser nicht wirtschaftlichen Fahrzeuge nur in homöopathischen Dosen stattfindet, darüber kann trefflich spekuliert werden? Die selbstfahrenden Einzelunternehmer, die seit Jahren freiwillig mit Fiskaltaxameter fahren, sind jedenfalls nachhaltig verstimmt wie langsam die Behördenmühlen mahlen.

Mir fehlen jedenfalls weiterhin jeden Tag 50€ Einnahme. Das summiert sich über die Jahre ganz ordentlich auf.

LG C.L.

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In der Mercedes Benz Niederlassung Kollaustraße steht seit einigen Tagen die brandneue Mercedes E-Klasse, intern W213 genannt, in Taxiausführung zur Ansicht und Probefahrtbereit. Ab September wird das Fahrzeug dann als leistungsreduziertes Sondermodell „Das Taxi“ ausgeliefert.

Da ich mich mit dem Design des nun scheidenden W212 nicht so richtig anfreunden konnte, war ich sehr gespannt, wie Mercedes Exterieur und Interieur nun gestaltet hat. Live und in Farbe sieht der Wagen in der Ausführung Avantgarde ziemlich wuchtig aus. Mit bekannt sportlicher Front samt großen Lufteinlässen im vorderen Stoßfänger, hinten mit endlich wieder stimmigen Proportionen. Der Innenraum wirkt verspielt, vorbei die klobig eckige Ausführung vieler Details.

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Aus reiner Neugier habe ich mal auf die Schnelle den Konfigurator durchforstet und landete mit einigen gängigen Extras bei 37500€ netto. Der Grundpreis ist für Taxler mit fast 20% rabattiert. Das ergibt bei Nullanzahlung eine monatliche Rate von 675€ auf sechzig Monate Laufzeit. Im Vergleich zum W212 hat sich preislich nicht sonderlich viel getan. Teurer wird es natürlich, wenn man den ungedrosselten Vierzylinder Diesel fahren möchte, da werden sicherlich 3000€ Auspreis zu zahlen sein. Weitere 3600€ kostet das neue Command Online mit dem sog. Widescreen Cockpit. Und wer gerne den neuen Reihensechszylinder fahren möchte, lieferbar ab Sommer 2017, wird wohl weitere 7000€ drauflegen müssen.

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Fraglich bleibt, wie sich die Technik im Detail bewähren wird. Bereits jetzt schrumpft die Haltedauer in den Betrieben stetig, weil etliche Komponenten dem harten Taxialltag nicht gewachsen zu sein scheinen. Steuerkette, Anlasser, Start Stop Systeme, Batterie und 9 Gang Getriebe sind allesamt keine Bauteile mehr, die einige hunderttausend Kilometer klaglos überstehen.

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Bei 250.000km war ein solider W124 aus den 80´Jahren gerade mal eingefahren, heute kommt ein Benz als Taxi mit 300.000km lieber schnell vom Hof.

LG C.L.

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Hallo aus Hamburg,
der Januar hat traditionell für uns Taxifahrer nicht viel zu bieten. Die Geschäfte mau, die Tage kalt und trübe, dazu hat mich ein Infekt für einige Tage vom Arbeiten abgehalten.
Da kam es mir sehr gelegen, als die Anfrage reinkam, ob ich Lust und Zeit für den Dreh eines Musikvideos hätte.
Zusammen mit einer kleinen versierten Crew haben wir ein paar Stunden damit verbracht eine Taxifahrt von einem Hamburger Hotel zu einer Konzerthalle aufzunehmen.

Da die Kamera im Beifahrerfußraum montiert war, war ein Techniker vor Ort, der den Sitz demontierte und anschließend den Fehlerspeicher vom Benz wieder löschte.

Hier das Ergebnis. Viel Spaß beim Träumen. Jochen Distelmeyer – Video Games

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LG C.L.

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Lemmy + 28.12.2015

On Dezember 29, 2015, in Aktuell, by C.L.

Eigentlich wollte ich den letzten Beitrag 2015 einem Taxirückblick widmen und über Dieselpreise, Mytaxi und Stau in Hamburg schreiben.
Aus aktuellem Anlass schreibe ich aber ein paar Zeilen über den plötzlichen Tod von Lemmy Kilmister, Chef der Metal Band Motörhead.

Wer mich kennt weiß das ich die harten Klänge liebe und seit Ende der 80´Jahre auf unzähligen Konzerten in und um Hamburg war. Natürlich auch einige Male bei Motörhead, zuletzt am 09.12.2015 in der Alsterdorfer Sporthalle. Nicht jeder war an diesem Abend zufrieden, denn während Saxon gewohnt solide ablieferten, war der Gig von Motörhead durchwachsen. Man merkte schon sehr deutlich wie schlecht es Lemmy gesundheitlich geht, die Stimme versagte bei jedem Song, die Ansagen machte der Gitarrist Phil Campbell. Lemmy war ziemlich abgemagert, wenn er etwas sagte, wirkte er total zugedröhnt. Das zu erleben, war weniger Rock`n Roll, eigentlich war es vielmehr traurig.

Auf dem Klo sagten einige Fans, dass man Motörhead nur noch auf CD hören sollte, weil der Gig mäßig war. Denn das aktuelle Album „Bad magic“ ist ein echter Kracher und wird auch in der Silvesternachtschicht meine Kunden erfreuen, respektive ärgern :-)

Ich fand den Abend schon gut, allerdings hatte ich ernsthafte Bedenken, ob die Band tatsächlich im August 2016 als Headliner beim Elbriot Festival auftreten könne?

Nun ist es also passiert, ein paar Tage nach Lemmy`s siebzigsten Geburtstag am Heiligenabend ist er verstorben. Immerhin hinterlässt die knorrige Metal Ikone unsterbliche Songs wie Bomber, Overkill und Ace of Spades.

R.I.P. Lemmy

Traurige Grüße C.L.

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Genau so ist Taxifahren in Hamburg

On Dezember 8, 2015, in Aktuell, Flughafen, Tagschicht, by C.L.

Die heutige Schicht möchte ich zum Anlass nehmen, einen relativ normalen Arbeitstag als Taxifahrer in Hamburg zu beschreiben.

Ich bin wieder einmal einen Tick zu spät gestartet und fahre leer Richtung Flughafen. In Groß Borstel bietet mir Mytaxi einen Auftrag an. Ich fahre zur Kundin, die mich bittet mich noch etwas zu gedulden, sie käme gleich raus. Bereits zehn Minuten stehe ich vor ihrer Tür, habe erstmal einen Kaffee getrunken und eine Zigarette geraucht. Wir fahren Richtung Gärtnerstraße und stehen Lokstedter Steindamm im Stau. Sie hat es natürlich eilig und ist ungehalten. Sie zahlt ihre 12,90€ mit Payment und gibt mir kein Trinkgeld. Ich darf von dieser Kurztour 7% Provision abgeben und eine Woche auf das Geld warten. Das fängt ja gut an.

Am Flughafen steigen zwei Ingenieure zu und fahren für 75€ nach Schwarzenbek. Wir plaudern und ich bin froh eine dicke Tour abgegriffen zu haben.

Anschließend fahre ich das Taxi durch die Waschanlage und treffe Kollegen zum Mittagessen.

Danach stelle ich mich wieder am Flieger an und ein verliebtes Paar steigt zu. Auf dem Weg ins Hotel stehen wir natürlich in der Tarpenbekstraße im Stau, dabei ist es gerade mal 14.30Uhr. Keine Straße in Hamburg hasse ich so sehr wie diese. Wir machen noch zwei Stops, um u.a. Champagner zu besorgen. Zu den 35€ kommen fürstliche 5€ Tip. Sehr angenehm.

In der City spekuliere ich auf eine Fahrt zurück zum Flieger. Leider bietet Mytaxi mir zweimal Kurztouren an, die 8,30€ und 12€ bringen. Natürlich wieder abzüglich 7% Vermittlungsgebühr.

Auf weitere Fahrten für Kleingeld habe ich keine Lust und fahre leer wieder Richtung Flughafen. Dabei kann ich erstmals seit August wieder durch die Bebelallee. Toll was dort innerhalb von vier Monaten neu entstanden ist. Eine einspurige Verkehrsführung, dazu ein breiter Radweg, der von immerhin drei Radfahrern benutzt wird, während geschätzte einhundert PKW`s im Stau stehen. Eine Ampel an der Kreuzung Meenkwiese, anstatt ein Kreisverkehr mit pulsierendem Verkehrsfluss. Wieder einmal wird der „Randgruppe“ Autofahrer kräftig vor´s Schienbein getreten, ich könnte brechen.

Nach längerer Wartezeit am Flughafen geht es zum Glück auf die Autobahn Richtung Othmarschen. Schnell verdiente vierzig Euro, wenn da nicht ein Rentner mit seinem defekten Opel Höhe BAB Auffahrt Schnelsen liegen geblieben wäre. Um den Vierziger zu verdienen, brauche ich statt 30 Minuten eine glatte Stunde. Wenigstens habe ich mich sehr kurzweilig mit meiner englisch sprechenden Kundin unterhalten.

Obwohl die Kasse am Schichtende halbwegs gestimmt hat, wird man sich über den Hamburger Taxitarif unterhalten müssen. Die Fahrpreise für Kurztouren und die Tatsache, dass im Stau die Uhr nicht weiterläuft, haben nicht nur wegen dem Mindestlohns ausgedient.

PS : Natürlich ist es auch eine Katastrophe, dass ich in zehn Stunden gerade mal fünf Fahrten gemacht habe. Von zu wenig Taxen, wie das Hamburger Abendblatt im Dezember schwadronierte, merke ich überhaupt nichts. Wir sind immer noch viel zu viele um vernünftig zu verdienen.

LG C.L.

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