Taxi Hamburg

Max Cavalera ist ein fleißiger Musiker. Berühmt geworden als Kopf der Thrash Metal Ikonen Sepultura, nach persönlichen Differenzen erneut erfolgreich mit seiner Nachfolgeband Soulfly, dazu zahlreiche Projekt wie Nailbomb, Cavalera Conspiracy und Killers be Killed.

1996 erschien das Album Roots und zwanzig Jahre später sollte dieses musikalisch wegweisende Album erneut live performt werden. Wie bereits 96 in der Markthalle mit Bruder Igor am Schlagzeug und zudem aktuell unterstützt von Mark Rizzo (Soulfly) und seinem Siebensaiter.

Geil wars im Docks, sehr laut, mit Mosh Pit und zwei genialen Coversongs als Zugabe. Unfassbar das der Song Procreation of the wicket von Celtic Frost bereits 1984 erschien. Zum Abschluß gab es dann noch Ace of Spades auf die Ohren. Diese Version als Hommage‘ an den im Dezember 2015 verstorbenen Lemmy machte auf jeden Fall mehr Spaß, als das lahme Murder One, was Metallica Lemmy widmeten.

C.L.

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Taxiabend im Miniatur Wunderland

On November 28, 2016, in Aktuell, by C.L.

Bereits zum dritten Mal hat das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt zu einem exklusiven Abend ausschließlich für Taxifahrer und deren Familien eingeladen.

Natürlich war auch ich mit meiner Familie dort und wir haben einmal mehr die detailverliebten Eisenbahnen und Landschaften bewundern können. Ob Landungsbrücken, Köhlbrandbrücke, HSV Station, Hamburg Airport, oder die Schweiz, Las Vegas und ganz neu Italien, alles war sehr beeindruckend.

Highlight für die Kids war die Lindt Schokoladenfabrik im Abschnitt Schweiz, wo auf Knopfdruck kleine Schokotäfelchen zum sofortigen Verzehr hergestellt werden. Für Apfelsaft und Pommes war auch gesorgt, so dass wir hier Danke sagen wollen.

Eine tolle Geste der Braun Zwillinge, die sich mit Hamburg ebenso verbunden fühlen, wie große Teile des Taxigewerbes.

Ein Termin für den 14.12.2016 kann noch gebucht werden / Unbedingt den P-Schein mitbringen!

C.L.

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Probefahrt im W213 – Das (T)raumschiff

On September 8, 2016, in Aktuell, by C.L.

Am Montag wurde in der Mercedes Benz Niederlassung Kollaustraße die aktuelle E-Klasse W213 als Kombi vorgestellt. Weil dort ein Kollege eine Probefahrt im W213 als Limousine organisiert hatte, dürfte auch ich ans Steuer.

W213 Kombi

W213 Kombi

Optisch ist der Wagen wirklich sehr gelungen und erinnert mit seinen runden Formen eher wieder an den freundlichen W211, als an den kantig agressiven W212. Als Ausstattungsvarianten gibt es erneut Classic, Avantgarde und den Exclusive, im W211/212 Elegance genannt. Zudem natürlich eine AMG Optik Variante, die man mit einem entsprechenden Power Aggregat ordern sollte und nicht mit einem schnöden Vierzylinder Diesel.

Front Exclusive

Front Exclusive

Der Motor arbeitet sehr leise, gestartet wird nun serienmäßig mit Keyless Go. das Neungang Getriebe hält das Drehzahlniveau sehr niedrig, es ist mit einem Minderverbrauch von bestimmt einem Liter im Vergleich zum W212 zu rechnen, das ist natürlich auch dem Start-Stop System geschuldet. Euro 6 erreicht der Diesel durch eine Adblue Nachverbrennung mit einem Einfüllstutzen für den Harnstoff hinter der Tankklappe. Auf unserer Testrunde lagen wir bei 6,4 Litern (Werksangabe 4,3-4,7 Liter). Trotzdem gut für einen 194PS Vierzylinder. Zudem wurde die anfällige Single Steuerkette beim OM654 durch ein weiteres Kettenrad ersetzt.

Das Fahrwerk arbeitet trotz sportlicher Abstimmung und 17 Zoll Bereifung (mit 225´ Bereifung, vorher 245´ im W212) recht komfortabel, die Bremsen reagieren gewohnt bissig.

Esche schwarz offenporig

Esche schwarz offenporig

Das Interieur präsentiert sich elegant und fast ein bißchen zu protzig. Touchpads im Lenkrad, Menüs und Untermenüs im Display des kleinen Navis von Garmin. Die Kartendarstellung ist leider wie immer bei MB vorsindflutlich. Ein Schacht zur Aufnahme von IPad Mini oder IPad wäre eine ideale Option. Leider sind so Selbstverständlichkeiten wie Ablagen nun aufpreispflichtig. Diverse Schalter und Lüftdüsen erfreuen das Auge im Look von gebürsteten Aluminium, tatsächlich handelt es sich aber um schnödes Plastik.

Esche hellbraun offenporig

Esche hellbraun offenporig

Just for fun habe ich mal auf die Schnelle den Konfigurator angeworfen und folgendes Fahrzeug für mich zusammengestellt :

Grundpreis E220d Das Taxi 32.200€

Schiebedach 1125€
Garmin Map Pilot 850€
Avantgarde Exterieur 1050€
Avantgarde Interieur 1150€
Spiegeltaxameter 890€
Rückfahrkamera 400€
Durchlademöglichkeit 435€
66 Liter Tank 50€
Holz Esche schwarz offenporig 240€
Heckrollo 385€
Felgen glanzgedreht 250€
Ablagepaket 105€
LED Licht 865€

Endpreis 39985 netto
Rate auf 60 Monate mit 2,99% Zinsen 666€.

Soweit, so gut. Bestellen werde ich ihn trotzdem nicht und das hat ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Solange ich nicht in jeder einzelnen Taxischicht mindestens 250€ erlöse, brauche ich mir über einen Neuwagen keinen Kopf zu machen. Außerdem kauft man keine Neuentwicklung mit entsprechenden Kinderkrankheiten. Mal gucken, wie sich das Taxigeschäft bis Sommer 2020 entwickelt. Da kommt nämlich die Modellpflege der E-Klasse raus. Und vier Jahre hält mein W211 locher noch.

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Crash Vorserien Taxi ;-(

LG C.L.

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Kaum war ich zurück aus meinem Sommer Kurzurlaub hat mich der Alltag schon wieder fest im Griff. Die letzten Tage waren wie so oft eine richtige Achterbahnfahrt, die alle Aspekte unseres Jobs abdeckt.

Highlight war eine Fahrt vom Flieger nach Steinwerder zur Queen Mary 2 mit direktem Anschluss zurück zum Flughafen Hamburg. In 90 Minuten hatte ich 87€ Umsatz, tagsüber rekordverdächtig.

In diesen Sommerferien waren die Straßen in Hamburg ungewöhnlich voll, keine Spur von 30% weniger Verkehr, weil alle im Urlaub sind. Ich unterstelle noch nie sind im Juli und August derartig viele Hamburger zu Hause geblieben und haben bei „Tagesausflügen“ die Straßen der Stadt verstopft.

Dafür könnte man vermuten eine ganze Reihe von Taxifahrern hat Urlaub gemacht. Kann es sein, dass die Unternehmer, die Fahrer beschäftigen, tatsächlich Lohnfortzahlung im Urlaub gewähren? Möchte man wirklich versuchen gesetzeskonform zu arbeiten? Oder fahren die Unternehmer vier Wochen in ihre Heimat, und arbeiten die restlichen elf Monate jeden verdammten Tag?

Auf jeden Fall war das Geschäft wenigstens Ende August untypisch stark, was mich gefreut hat und schlicht daran lag, dass weniger Taxen auf der Straße waren.

Aber so ganz rund sollten die Tage dann doch nicht verlaufen. Schon nach wenigen Schichten habe ich wieder 350€ Außenstände, weil immer mehr Geschäftsleute mit Plastik bezahlen. Die Gebühren zahle ich von meinem Trinkgeld, was dafür natürlich nicht gedacht sein sollte.

25€ habe ich überwiesen, weil ich in der Stadt 11km/h zu schnell gefahren bin. Ein Rotlichtverstoß steht noch aus, der dürfte gut 100€ kosten.

Und ich war beim Eichamt und habe 76€ bezahlt. 2015 gab es die Eichung noch für 62€. Ich hätte auch gerne eine Tariferhöhung in der Größenordnung 25%.

Dann gab es da noch die unangenehme Dame, die sich sehr freute endlich mal nicht von einem Ausländer gefahren zu werden, ohne Unterlass ins Handy brabbelte, wichtig zu einer Lounge im Neuen Wall gefahren werden wollte und großzügig den Fahrpreis von 24,50€ auf 25€ aufrundete. Obwohl unsere Auslastung nicht doll ist, ertappe ich mich regelmäßig dabei auf bestimmte Kunden (und ihr Geld) lieber zu verzichten.

LG C.L.

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Diese Woche hat mein Taxi, eine Mercedes Benz E-Klasse Baujahr 2008 die 300tkm erreicht. Zeit also ein Resümee zu ziehen, wie sich der Wagen im harten Taxialltag bewährt hat und wie es um Zuverlässigkeit und Qualität bestellt ist.

Der W211, eine Limousine der oberen Mittelklasse, gefällt im Alltag durch sein komfortables und dennoch straffes Fahrwerk, seine sehr guten Bremsen und seine sanft schaltende Fünfgang Automatik. Weitere Taxidetails überzeugen, wie integrierte Kindersitze im Fond, ein Spiegeltaxameter oder die straffen, mit Kunstleder bezogenen, Sitze.

Nur mäßig angetan bin ich von dem Vierzylinder Diesel (OM 646 Evo) mit mageren 136PS in der Taxiausführung. Der Motor gilt zwar dank Duplexsteuerkette als extrem langlebig, das nutzbare Drehzahlbank ist durch die Drosselung aber schmal, der Klang bescheiden, der Verbrauch im reinen Stadtverkehr mit ca. 10 Litern/100km zu hoch. Immerhin erreicht der Diesel Euro 4 ohne DPF.

Völlig unerwartet war für mich als Mercedes Fan, dass eine Reihe von Details wirklich schlecht umgesetzt waren.
Die Command APS Navigation ist bei Kurzstrecken nur mäßig effizient, wenn es um den kürzesten Weg, oder stauarmes Navigieren geht. Das Display von Alpine wirkt im Vergleich zu einem Smartphone trist.
Die Taxisitze reißen nun bei 300tkm langsam ein, Taxi Sitzbezüge sollten schon 500tkm unbeschadet überstehen.
Das Display der Heizung ist im Sommer nicht ablesbar, das serienmäßige H7 Licht wirklich eine Zumutung.
Ernüchternd auch, dass Millionen von Fahrzeugen zwischen 2002 und 2012 mit minderwertigen, zügig rostenden, Radschrauben ausgeliefert worden sind.

Bei solch kleinen Details sollte sich der Erfinder des Automobils deutlich mehr Mühe geben.

Naturgemäß muss man in ein Auto mit dieser Laufleistung stetig investieren, ohne allerdings annähernd die Rate eines Neuwagens zu verbraten.

Kostspielige Komponenten wie Anlasser, Lichtmaschine, Injektoren, Turbolader oder, mit Einschränkungen, die Automatik sind zum Glück robust und langlebig.

Ersetzt wurden zwischen 03/2014 und 08/216 diverse Verschleißteile:
Zwei Traggelenke
Hydrolager der Zugstreben
Klimakondensator
Motor- und Getriebelager
Gelenkscheibe Kardanwelle
Bremsschläuche
Stoßdämpfer vorne
Batterie
Spannrolle Rippenriemen
Koppelstange an Stabilisator
Magnetventil EHS im Getriebe
Stromregelventil
Sensor Kraftstofftemperatur

Trotz stetigen Reparaturbedarfs sehe ich für mich keine Alternative zu dem Fahrzeug. Allenfalls hätte ich meinen W124 Sechsender behalten und kräftig Schweißen/Entrosten lassen sollen.

BG C.L.

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Gestern hat Clemens Grün (HTV Vorstand) den aktuellsten Datensatz aus den Hamburger Fiskaltaxameter Panel im bundesdeutschen Taxiforum verlinkt. Nachfolgend der Link zu Einlesen : Fiskaldaten Hamburg 2015

Auf den ersten Blick scheinen die Geschäfte in Hamburg ja durchaus üppig zu sein, daher will ich diese Daten mal ein bißchen objektivieren, denn an einigen Stellen könnte man durchaus sagen : „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“

Grundsätzlich klingt ein Stundenumsatz von über 20€ ganz anständig, aber bereits hier müssen zwei Einlassungen folgen :

2015 gab es über etliche Wochen Taxifahrten zum halben Preis (Mytaxi Rabatt), was vermehrt Kunden in die Fahrzeuge spülte. 2016 dürften wir das Umsatzniveau des Jahres 2015 nicht wieder erreichen, denn Rabattaktionen sind bis auf weiteres vom Verwaltungsgericht Stuttgart kassiert worden.

Im Zusammenhang mit den Stundenumsätzen sehen wir, dass angestelltes Fahrpersonal 8,5 Stunden arbeitet. Diese Zahl erscheint extrem umglaubwürdig, es liegt die Vermutung nahe, dass sich angestellte Fahrer am Taxistand (besonders am Flieger) auf besetzt schalten und eine Pause simulieren. Für eine durchschnittliche Einnahme von 160€ hat man zwar auf dem Papier nur 8,5 Stunden gebraucht, real eher jenseits der zehn Stunden. Immerhin weist das Gutachten aus, dass 85% des Fiskalpanels mit Fahrern arbeiten.
Warum aber sollten Fahrer ihre gesetzlichen Rechte (8,50€ Mindestlohn / 48 Stunden Wochenarbeitszeit / Lohnfortzahlung bei Krankheit und Urlaub) nicht einfordern? Würden sie das tun, wäre ihr Arbeitsplatz ziemlich schnell vakant, so einfach ist das.

Die Auslastung ist mit 30% der Arbeitszeit immer noch schlecht, die Fahrpreise für stark nachgefragte Strecken zwischen zwei und drei Kilometern (7,90-10,20€) absolut ungenügend.

Am Schluss wird immerhin die in der Stadt Hamburg durchschnittlich zu erzielende Geschwindigkeit dargestellt. Auch hier wird erneut klar, dass ein Taxitarif ohne Zeitkomponente die Tagfahrer über Gebühr benachteiligt.

22km/h bedeuten bei einem Kilometerpreis von 2,50€ max. 55€/h. 30% Auslastung entsprechen 16,50€/h. Das ist gemessen an den Lebenshaltungskosten in Hamburg einfach zu dünn. Wer Abends und Nachts mit 28km/h unterwegs sein darf, für den sieht die Rechnung etwas besser aus, denn 28km/h entsprechen 70€ Umsatz und 30% davon sind immerhin noch 21€/h.

Ich bezweifele, dass von Umsätzen zwischen 16,50€ und 21€ ein Mindestlohn gezahlt werden kann. Laut einem Bericht im Hamburger Abendblatt rechnet sich ein Angestellter erst, wenn er das 3,5 fache von dem erwirtschaftet, was er kostet. Das wäre ein Umsatz von fast 30€/h. Dabei zeigt das Gutachten sehr anschaulich, dass Stundenumsätze über 25€ wegen der „Karenzminute“ bzw. wegen der ungenügenden Auslastung so gut wie nie erzielt werden.

Leider ist noch unklar, ob das Fiskaltaxameter wirklich zum 01.01.2017 in alle deutschen Taxen einzubauen ist, oder ob sich der Termin wegen Abklärung der technischen Umsetzung möglicherweise um zwei Jahre nach hinten verschiebt?

LG C.L.

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Moin,
hier mal ein interessanter Bericht zur Lebensdauer eines Kraftfahrzeugs. Schön das meine Ansichten dort eingeflossen sind. In ein paar Wochen hat meine Taxi die 300.000km erreicht, dann berichte ich, wie sich der Wagen bis dato bewährt hat.

Mobile.de – Die Kilometerfresser

LG C.L.

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Das Hamburger (Erfolgs)modell ?

On April 10, 2016, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Vor allem im bundesdeutschen Taxiforum wird regelmäßig vom Hamburger Modell gesprochen. Die Hamburger Taxibehörde zeichnet sich durch eine besonders strenge Prüfung bei der Verlängerung der Konzession aus, dadurch sollen die ehrlichen Kollegen besser vor unlauteren Wettbewerb in Form von Steuer- und Sozialabgabenverkürzung in den sog. Mehrwagenbetrieben geschützt werden.

Sehe ich mir meine Umsätze aus den Jahren 2007–2015 an, kann ich nicht erkennen, dass außer viel Lamentieren, irgendetwas Brauchbares beim Hamburger Modell rausgekommen ist.

Zwischen 2007 und 2015 hatten wir in Hamburg insgesamt sieben Tariferhöhungen, wobei die Fahrpreise insgesamt um knapp 20% angehoben wurden. Im Zeitraum von 2007-2015 sank die Anzahl der Konzessionen von 3550 auf ca. 3150. Das entspricht einem Rückgang von lediglich 11%. Ich finde einen Konzessionsabbau in dieser Größenordnung extrem ernüchternd. Nun wäre es schön, wenn o.g. Daten für ein Umsatzplus von gut 30% gesorgt hätten. Dem ist natürlich nicht so.

Mein Umsatzplus aus den Jahren von 2007-2014 waren magere 4%.

Tatsächlich war meine Einnahme lediglich 2015 mit einem Umsatzplus von 15% spürbar besser. Das lag weniger an der guten Arbeit unserer Taxibehörde, sondern vielmehr an den kostspieligen Rabattaktionen von Mytaxi. Davon habe ich als Edelgraupe hier und da sicher profitieren können. Und sei es nur, weil die Posten etwas leerer waren, weil die Kollegen insgesamt mehr in Bewegung gewesen sind.

In 2016 liege ich im ersten Quartal bereits wieder 6% unter dem Niveau des Vorjahres.

Wir haben in Hamburg 3150 Taxen. Davon werden 2200 Wagen von Einzelunternehmern betrieben, knapp 1000 Fahrzeuge sind im Mehrschichtbetrieb unterwegs. Wenn es sich dabei nicht gerade um Hansataxen handelt, sind diese Fahrzeuge unter Beachtung der aktuell gültigen Vorschriften nicht wirtschaftlich zu betreiben. Die Fiskaltaxameterdaten belegen das unstrittig.

Wenigstens 500 Taxen sind meiner Ansicht nach von einem Konzessionsentzug bedroht, warum der Abbau dieser nicht wirtschaftlichen Fahrzeuge nur in homöopathischen Dosen stattfindet, darüber kann trefflich spekuliert werden? Die selbstfahrenden Einzelunternehmer, die seit Jahren freiwillig mit Fiskaltaxameter fahren, sind jedenfalls nachhaltig verstimmt wie langsam die Behördenmühlen mahlen.

Mir fehlen jedenfalls weiterhin jeden Tag 50€ Einnahme. Das summiert sich über die Jahre ganz ordentlich auf.

LG C.L.

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In der Mercedes Benz Niederlassung Kollaustraße steht seit einigen Tagen die brandneue Mercedes E-Klasse, intern W213 genannt, in Taxiausführung zur Ansicht und Probefahrtbereit. Ab September wird das Fahrzeug dann als leistungsreduziertes Sondermodell „Das Taxi“ ausgeliefert.

Da ich mich mit dem Design des nun scheidenden W212 nicht so richtig anfreunden konnte, war ich sehr gespannt, wie Mercedes Exterieur und Interieur nun gestaltet hat. Live und in Farbe sieht der Wagen in der Ausführung Avantgarde ziemlich wuchtig aus. Mit bekannt sportlicher Front samt großen Lufteinlässen im vorderen Stoßfänger, hinten mit endlich wieder stimmigen Proportionen. Der Innenraum wirkt verspielt, vorbei die klobig eckige Ausführung vieler Details.

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Aus reiner Neugier habe ich mal auf die Schnelle den Konfigurator durchforstet und landete mit einigen gängigen Extras bei 37500€ netto. Der Grundpreis ist für Taxler mit fast 20% rabattiert. Das ergibt bei Nullanzahlung eine monatliche Rate von 675€ auf sechzig Monate Laufzeit. Im Vergleich zum W212 hat sich preislich nicht sonderlich viel getan. Teurer wird es natürlich, wenn man den ungedrosselten Vierzylinder Diesel fahren möchte, da werden sicherlich 3000€ Auspreis zu zahlen sein. Weitere 3600€ kostet das neue Command Online mit dem sog. Widescreen Cockpit. Und wer gerne den neuen Reihensechszylinder fahren möchte, lieferbar ab Sommer 2017, wird wohl weitere 7000€ drauflegen müssen.

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Fraglich bleibt, wie sich die Technik im Detail bewähren wird. Bereits jetzt schrumpft die Haltedauer in den Betrieben stetig, weil etliche Komponenten dem harten Taxialltag nicht gewachsen zu sein scheinen. Steuerkette, Anlasser, Start Stop Systeme, Batterie und 9 Gang Getriebe sind allesamt keine Bauteile mehr, die einige hunderttausend Kilometer klaglos überstehen.

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Bei 250.000km war ein solider W124 aus den 80´Jahren gerade mal eingefahren, heute kommt ein Benz als Taxi mit 300.000km lieber schnell vom Hof.

LG C.L.

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Hallo aus Hamburg,
der Januar hat traditionell für uns Taxifahrer nicht viel zu bieten. Die Geschäfte mau, die Tage kalt und trübe, dazu hat mich ein Infekt für einige Tage vom Arbeiten abgehalten.
Da kam es mir sehr gelegen, als die Anfrage reinkam, ob ich Lust und Zeit für den Dreh eines Musikvideos hätte.
Zusammen mit einer kleinen versierten Crew haben wir ein paar Stunden damit verbracht eine Taxifahrt von einem Hamburger Hotel zu einer Konzerthalle aufzunehmen.

Da die Kamera im Beifahrerfußraum montiert war, war ein Techniker vor Ort, der den Sitz demontierte und anschließend den Fehlerspeicher vom Benz wieder löschte.

Hier das Ergebnis. Viel Spaß beim Träumen. Jochen Distelmeyer – Video Games

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LG C.L.

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