Taxi Hamburg

Da poppt es wieder hoch, eines meiner Lieblingsthemen. Sollte man für Service Gebühren berechnen, oder nicht?

Die Tage habe ich Online Kinokarten beim Cinemaxx am Dammtor bestellt. Für die Online Bestellung wird eine Gebühr in Höhe von 50Cent pro Ticket erhoben. Völlig unverständlich, mache ich doch die ganze Arbeit und müsste demnach einen Rabatt bekommen. Noch befremdlicher wird es, ruft man die Tickethotline an. Dort werden dann pro Kinokarte sogar 70Cent Gebühren fällig.

Und wie ist das jetzt beim Taxifahren?
Der Flughafen berechnet uns Taxifahrern pro Fahrgast 50Cent Gebühren, die ich nicht an den Kunden weitergeben darf. Gedeckelt ist das laut Vertrag bei monatlich 28€ = 56 Umläufen. 336€ Kosten per anno auf denen ich sitzen bleibe.

Für Kreditkartenzahlungen berechnet IZettle 2,75% Disagio. Auch hier darf ich keinen Aufschlag erheben und habe dieses Jahr gut 180€ Gebühren aus eigener Tasche bezahlt.

Zuletzt berechnet Mytaxi 7% Provision vom Fahrpreis für die Tourenvermittlung. Auch hier darf das Hamburger Taxigewerbe keine Anfahrtsgebühren in Rechnung stellen. Da ich relativ wenig Touren abnehme kommt dieser Posten nur auf gut 200€ in 2017.

Ist schon eine verrückte Welt. Als Dienstleister ist es mir untersagt Kosten an den Kunden durchzureichen und als Kunde werde ich zur Kasse gebeten.

LG C.L.

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Einen wunderschönen guten Tag aus Hamburg, in diesem Jahr wären mir drei Dinge besser erspart geblieben :
1. Mein Getriebe war defekt
2. Bei uns zu Hause wurde eingebrochen.
3. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen Frank Thelen in meinem Taxi zu befördern.

Ich habe jetzt vierzehn Tage nachgedacht, ob ich diesen Blog überhaupt schreiben soll. Denn eigentlich ist jede Minute, in der ich mich mit solchen Mitmenschen beschäftige, totale Zeitverschwendung. Auf der anderen Seite stehen eben gewissen Leute in der Öffentlichkeit und müssen damit Leben, das ihr (Fehl)verhalten kommentiert wird.

Frank Thelen ist ein 42 jähriger Multimillionär und sicher vielen Leuten durch die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Abgesehen davon, dass mich gewundert hat, wieso dieser gutsituierte Herr in ein schnödes Taxi steigt, und nicht einen Limiousinenservice in Anspruch nimmt, kann ich über unsere Begegnung wirklich nichts positives berichten.

Kommen wir mal zum allgemein üblichen Umgang zwischen Taxifahrer und Kunde :
1. Man begrüßt sich, wenn man einsteigt.
2. Wenn man im Taxi telefonieren möchte, fragt man den Taxifahrer ob das in Ordnung ist.
3. Wenn man dann im Taxi telefonieren darf, spricht man leise und versucht den Taxifahrer und andere Mitfahrer nicht über Gebühr zu belästigen.
4. Am Fahrziel gibt man dem Taxifahrer Trinkgeld, es sei denn man war mit der Fahrt nicht zufrieden.
5. Nach dem Aussteigen verabschiedet man sich z.B. mit den Worten „Danke, ich wünsche noch einen schönen Tag.“

Herr Thelen macht stattdessen folgendes :
1. Motzt beim Einsteigen, dass die Kollegen vor mir am Posten nicht Mytaxi Payment akzeptieren.
2. Telefoniert die komplette Fahrt mit irgendwelchen Leuten über so totlangweilige Dinge wie Investmentfonds, und macht meinen Benz zu seinem Büro.
3. Verbreitet eine erhebliche Unruhe und redet viel zu laut. Ich war schon kurz davor auf halber Strecke rechts ranzufahren und mitzuteilen, dass ich die Fahrt hier und jetzt abbreche, bevor ich breche.
4. Am Fahrziel hat ein ziemlich stiller Mitreisender bezahlt. Mit Mytaxi Payment, ohne zu tippen. Danke für nichts.
5. Ich habe dann noch das Gepäck angereicht, während Herr Thelen laut telefonierend von dannen zog.

Herr Thelen ist sicherlich in seinem Business ein Outperformer, menschlich hat er sich mir gegenüber als Underperformer präsentiert. Vielleicht darf man aber auch von Leuten nicht zuviel verlangen, die sich freudestrahlend mit Christian Lindner fotographieren lassen.

C.L.

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My Taxi und das autonome Fahren

In diesem Interview wird erstmals ausgesprochen, weil der eine oder andere Mytaxi Fahrer schon seit einiger Zeit vermutet. Mittelfristig möchte Mytaxi (ein Unternehmen das Mercedes Benz gehört) autonom fahrende Mobilitätsdienstleistungen anbieten. In Hamburg arbeiten folglich 50% aller Unternehmer aktiv daran mit, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln und wie immer im Gewerbe ist einem das Hemd dabei näher als die Hose.

Ich werde hier hier jetzt nicht über die Anfänge von Mytaxi philosophieren, als ich mit Nic und Johannes Pizza am Klopstockplatz gegessen habe und ich werde auch nicht detailliert aufzählen, was Hansataxi in der Vergangenheit alles vergeigt hat, so dass das Gewerbe in Hamburg in Scharen zu Mytaxi abgewandert ist.

…times the are changing…

Gruß C.L.

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Moin,
nachfolgendes Dokument bitte ich vor allem die Kollegen aufmerksam zu lesen. Es liest sich wie eine Grabrede auf das bundesdeutsche Taxengewerbe. Uber hat in Sachen Lobbyarbeit verbildlich gearbeitet.

taximarkt_liberalisierung

LG C.L.

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Mercedes Benz Taxi W140 V12

Ich würde ja lieber mit einem W124 E500 Taxi fahren ;-)

LG C.L.

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Der September 2017 dürfte nicht nur bei mir als Rekordmonat abschließen. Unfassbar was phasenweise zu tun war und zwar tagsüber. Selten habe ich solche Massen von Urlaubern aus den Flughafen Terminals kommen sehen, nicht nur sonnhungrige Hamburger, sondern auch Kurzurlauber, die sich die Elbphilharmonie ansehen wollten. Einzige Wehrmutstropfen am Flughafen waren Trollis mit Übergepäck, die selbst in Mercedes Kombis und VW Tourans nicht zu verstauen waren. Da wäre, wie so oft im Leben, weniger mehr gewesen.

Zudem vermute ich es waren ein Haufen Kollegen selber im Urlaub, auch daher waren die Wartezeiten zwischen den Fahrten erfreulich kurz. Auf jeden Fall sind die Zeiten wohl vorbei, wo man am Flughafen Hamburg im Schnitt 70 Minuten auf einen Kunden warten muss. Mindestlohn und Fiskaltaxameter sei Dank, so sehe ich es zumindest.

Mit dem neuen Tarif hatte ich einen Tourenschnitt von 26€, das ist ein sehr ordentlicher Wert für Hamburg. Allerdings ist die Tariferhöhung, die bei Tagfahrern wie mir für ca. 8,5% Umsatzplus sorgen sollte, nicht komplett angekommen. Im Vergleich zum III. Quartal 2016 stieg mein Umsatz lediglich um 4,5%. Als Ursache sehe ich eindeutig den Faktor Trinkgeld. Die Vielfahrer wissen, was die Fahrten vorher gekostet haben und reduzieren das Trinkgeld. Internationale Kundschaft (Franzosen, Niederländer, Belgier, Italiener, Dänen, Schweden, Finnen, Russen, Polen, Ukrainer, Japaner, Chinesen etc.pp. ) zahlt mittlerweile passend, egal ob bar oder auf Karte. Und vielleicht ist dieser Anteil an Kunden gestiegen, während immer weniger Hamburger ein Taxi bemühen.

Bis vor drei Jahren waren 10% Trinkgeld üblich, heute bin ich froh, wenn ich auf 5% komme.

Tschau C.L.

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Erfahrungen mit Vodafone und 1&1

On Juli 27, 2017, in Aktuell, by C.L.

Ungefähr zehn Jahre war ich nun zahlender Kunde bei Vodafone und hatte dort zuletzt einen Red Business Tarif. Eine Allnet Flat mit 2GB LTE kostete mich 30€ netto im Monat plus in aller Regel 10€ extra für ein weiteres GB Traffic.

Kosten in dieser Höhe erschienen mir schon länger nicht mehr zeitgemäß, so daß ich mich nach einer Alternative umsah.

Gelandet bin ich schließlich bei 1&1, wo ich im D-Netz telefoniere und 4 GB Datenvolumen habe. Im ersten Jahr kostet dieser Tarif 16,80€, danach 21€.

Leider habe ich wohl etliche Details überlesen und ärgere mich über versteckte Zusatzkosten, die man als legale Abzocke bezeichnen könnte.

1. Obwohl Vodafone fast zehn Jahre Geld an mir verdient hat und mein Konto immer gedeckt war, gab es keine Anstalten mich als Kunde zu halten. Auf den bei O2 obligatorischen Anruf mit Sonderkonditionen, falls man doch Kunde bleibt, wartete ich vergebens. Anstatt Kunden zu halten, werden lieber Millionen in Werbung investiert um Neukunden zu akquirieren. Wirklich clever finde ich das nicht.

2. Während man bei Vodafone direkt mit LTE Geschwindigkeit im Netz unterwegs ist, ist im 1&1 Netz die Geschwindigkeit auf ein zügiges 3G begrenzt. Zum Glück fällt das im Alltag kaum auf, obwohl in der Theorie der Performanceunterschied bei 50% liegt.

Bereits drei Tage vor!!! Vertragsbeginn hat 1&1 50€ für die SIM Karte und den ersten Monat in ihrem Netz bei mir abgebucht. Das ist schlechter Stil.

3. Eigentlich wollte ich von 1&1 auch ein neues IPhone erwerben. Rechnet man aber alle Kosten zusammen, sind die Raten über dem Kaufpreis des Smartphones im Internet. Von einem subventionierten Smartphone bei Vertragsverlängerung, oder -wechsel, braucht man also auch nicht mehr zu träumen.

4. Bevor man mit dem neuen Tarif sparen kann, atmet sich 1&1 29,90€ für die Bereitstellung der SIM Karte ein, und Vodafone berechnet 29,90€ für die Mitnahme der Rufnummer. Diese beiden Positionen finde ich richtig dreist. Ich hätte mir die SIM Karte auch im nächstgelegenen Handyshop abholen können und Gebühren für die Rufnummern Mitnahme haben mich schon vor zwanzig Jahren bei der mistigen Telekom geärgert.

Besser hätte man es wohl trotzdem nicht machen können, weil der Tarifdschungel einfach uferlos ist und die Recherche zeitraubend.

LG C.L.

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MOPO Artikel zum Umbau der Sierichstraße

Eigentlich arbeite ich hart an mir, mich so wenig wie möglich aufzuregen. Aber die Hamburger Verkehrspolitik ist einfach ein chronisches Ärgernis, kaum noch zu ertragen. Während ein G20 Gipfel einmal im Leben die Stadt für drei Tage lähmt, zermürben Stau, Baustellen und Sperrungen tausende von Autofahrern jeden verdammten Tag im Jahr.

Seit mittlerweile fünfzehn Jahren pilotiere ich tagsüber mein Taxi über Hamburgs Straßen und so eine banale Sache, wie einen Kunden von A nach B zu chauffieren, wird immer mühseliger. Der Klassiker ist eine Fahrt morgens vom Hamburger Flughafen in die Innenstadt. Die Sengelmannstraße ist voll, die Tarpenbekstraße natürlich auch, also ist die Sierichstraße eine dankbare Alternative, um wenigstens einigermaßen zügig ins Zentrum zu kommen. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, die Sierichstraße, mit ihrer Verkehrsführung nach Uhrzeit, ist das einzig vernünftige Verkehrskonzept, was diese Stadt zu bieten hat. Und genau das soll sich zukünfitg ändern, damit es eine Minderheit, nämlich die Fahrradfahrer, etwas bequemer hat.

Im Hamburger Verkehrsalltag ist die Chronologie von Pleiten, Pech und Pannen einfach nur traurig und unserer Stadt nicht würdig. Fakt ist nun einmal, dass auf einhundert Autofahrer gerade mal ein Radfahrer kommt. Fakt ist auch, das tausende Berufspendler mit dem Pkw zur Arbeit fahren müssen, weil das Wohnen in Hamburg nicht mehr bezahlbar ist.

Ich erinnere mich an die ewige Bauerei Vorsetzen / Baumwall. Erst wird die U-Bahn saniert, dann die Niederbaumbrücke, nun die Elbpromenade und der Verkehr steht, steht, steht.
Den Umbau des Siemersplatzes, wo sich nun rechts eingeodnet werden muss, um links abbiegen zu dürfen. Ein Schildbürgerstreich?
Die Verengung der Bebelallee für Radwege, obwohl dort ein dreizig Meter breiter Grünstreifen brachliegt.
Der Rückbau der Eimbsbütteler Chaussee, mit nicht ganz zwei Fahrstreifen für die PKW`s.
Die Überdeckelung der A7, mit fünf Jahren Bauzeit und Dauerstau eine verkehrs- und umweltpolitische Katastrophe.
Der Klosterstern und der Eppendorfer Baum werden seit Monaten umgebaut und auch hier soll die Fahrbahn verkleinert werden, damit die Randgruppe Radfahrer mehr Platz hat.
Diese Woche ist die BAB Auffahrt Bahrenfeld gesperrt, daher orientieren sie die Autofahrer Richtung BAB Auffahrt Othmarschen. Dumm nur, das in der Beringstraße nur eine Fahrspur zur Verfügung steht und im Baustellenbereich niemand arbeitet. Ist das politisches Kallkühl und böser Wille, oder einfach nur Beamtendummheit?
Auch stauentlastende Kreisverkehre suche ich in Hamburg vergebens. Stattdessen wurde sogar der Horner Kreisel mit Ampeln bestückt.
Statt grüner Weller wird der Verkehr seit Jahren künstlich eingebremst. Im Schnitt schaffe ich tagsüber gerade mal 23km/h im Zentrum direkt 17km/h.

Besonders perfide ist der Umstand, das Stau natürlich die Umweltbelastung in Form von Feinststaub und NoX erhöht. Meine Felgen sind nach 300-400km Stadtverkehr schwarz. Der Verbrauch meines Mercedes Diesel ist stark abhängig vom Verkehrsfluß. Auf der Landstraße und BAB brauche ich 6-7 Liter, in Hamburg mindestens 8,7 Liter, in der Regel knapp 10 Liter und im Stau mit laufender Klimaanlage 12 Liter. Ist doch logisch, wenn ich alle fünfhundert Meter wieder vor einer roten Ampel stehe und danach 1,6 Tonnen in Bewegung setzen muss. Oder im Stop and Go durch die Gegend zuckele.

Die NoX Belastung um 15% zu reduzieren dürfte bei Maßnahmen, die den Verkehrsfluß erhöhen, überhaupt kein Problem sein. Zurzeit kann man fast den Eindruck gewinnen, was auf Hamburgs Straßen passiert ist nicht nur zermürbend, sondern auch grob fahrlässig.

Dieser Sachverhalt sollte dem Petitionsauschuss des Hamburger Senats vorgelegt werden. Zudem wäre es vollstellbar, in Bezug auf die Drangsalierung der Autofahrer eines Volksentscheid vorzubereiten und zuletzt bin ich überzeugt davon, eine Autofahrerpartei würde vielleicht nicht aus dem Stand 19,5% holen, so wie einst R.B. Schill, aber zumindest die 5% Hürde locker nehmen.

Bis morgen im Stau ;-(
C.L.

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