Entwicklung der Taxikonzessionen in Hamburg 2026
Auch 2026 werde ich euch über die Entwicklung der Taxikonzessionen in Hamburg auf dem Laufenden halten. Noch gilt, dass es in Hamburg einen Konzessionsstop gibt und keine neuen Taxi in Verkehr gebracht werden können.
31.01.2026:
1.746 Taxenbetriebe mit insgesamt 2.872 konzessionierten Taxen
77 Taxen waren vorrübergehend von der Betriebspflicht entbunden
1.472 Taxenbetriebe hatten nur eine Taxe (Einwagenunternehmer)
115 Mietwagenbetriebe mit 347 konzessionierten Mietwagen
28.02.2026:
1.742 Taxenbetriebe mit insgesamt 2.856 konzessionierten Taxen
70 Taxen waren vorrübergehend von der Betriebspflicht entbunden
1.472 Taxenbetriebe hatten nur eine Taxe (Einwagenunternehmer)
115 Mietwagenbetriebe mit 352 konzessionierten Mietwagen
31.03.2026:
1.735 Taxenbetriebe mit insgesamt 2.838 konzessionierten Taxen
70 Taxen waren vorrübergehend von der Betriebspflicht entbunden
1.469 Taxenbetriebe hatten nur eine Taxe (Einwagenunternehmer)
116 Mietwagenbetriebe mit 349 konzessionierten Mietwagen
30.04.2026:
1.731 Taxenbetriebe mit insgesamt 2.814 konzessionierten Taxen
74 Taxen waren vorrübergehend von der Betriebspflicht entbunden
1.469 Taxenbetriebe hatten nur eine Taxe (Einwagenunternehmer)
116 Mietwagenbetriebe mit 354 konzessionierten Mietwagen
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Zoff um Tarifkorridor in Hamburg
LG C.L.
Das System Uber – erklärt für Dullies.
WISO Beitrag zum System Uber
Fazit : Altbekannt, wer dort bestellt sollte dringend seinen moralischen Kompass nachjustieren. Das gilt ausdrücklich auch für die Hamburger Taxikollegen, die Umsätze mit diesem System generieren.
LG C.L.
Interview mit Unternehmer Rene‘ Braune
Dauerkrise Teil 2: Rene‘ Braune legt nach
Erneut Daumen hoch von mir und meinen Kollegen.
Grüße C.L.
Wie wahr: Sechs Jahre im Dauerkrisenmodus
Artikel im Hamburger Abendblatt.
Preis_für_Diesel_explodiert_Taxiunternehmer_aus_Hamburg_fürchtet_um_Existenz
Auf den Punkt Herr Kollege. Sehr gute Beschreibung auch der vergangenen Jahre.
LG C.L.
Jetzt wird es technisch : (M)ein CNG Desaster in fünf Akten
Ich fahre als Taxi eine Mercedes-Benz E-Klasse mit bivalentem Antrieb. Der Motor fährt primär mit komprimiertem Erdgas und schaltet auf Benzin um, sobald die Tanks leer sind. Es handelt sich nicht etwa um eine Nachrüstlösung, die unter dem Begriff Autogas bekannt ist, sondern um eine Werkslösung. Vom W212 wurden mit diesem Antrieb von 2009-2015 ganze 1000 Exemplare verkauft und zwar weltweit. Kein Wunder also, dass sich mit der Technik niemand auskennt. Umso mehr verwundert es, dass in Zeiten, wo Klimaschutz Dauerthema ist, der Betrieb von Fahrzeugen mit Bio CNG kein Thema mehr ist. Dabei ist es unstrittig, dass es Fahrzeuge mit CNG Antrieb in Sachen Emissionen problemlos mit Elektrofahrzeugen aufnehmen können. Mehr dazu hier :
Aber zurück zu den Tücken der Technik:
Bereits beim Vorbesitzer musste die Druckregeleinheit nach lediglich 120tkm Laufleistung wegen einem Defekt erneuert werden. Und seit Oktober 2025 konnte auch ich nicht mehr mit Erdgas fahren, sondern musste das teurere E10 tanken. Und zwar insgesamt fast ein halbes Jahr lang, weil die Fehlersuche extrem kompliziert war.
- Akt:
Eine erste Reparatur in der Mercedes Niederlassung (10/25) schlug leider fehl, da der Wagen danach lediglich 1500km auf Erdgas fuhr und seinen Dienst dann erneut mit derselben Fehlermeldung verweigerte. Es wurde eine Fehlfunktion des Niederdrucksensors in der Rail diagnostiziert. Der ermittelte Gasdruck war zu hoch.
- Akt:
Ein zweiter Reparaturversuch Anfang Dezember wurde nach 1,5 Tagen abgebrochen, weil der Fehler auf die Schnelle nicht zu finden war.
- Akt
Im neuen Jahr war ich dann insgesamt dreimal in einer Werkstatt, die viel Erfahrung im Sachen Autogas hat und ein bisschen Know-How bei CNG.
Erst wurde ein Stecker gefunden, der nicht richtig arretiert werden konnte. Beim zweiten Termin war dann der Stecker falsch von MB geliefert worden. In dem Zuge wurde die Druckregeleinheit ausgebaut, zerlegt, gereinigt und wieder zusammen gebaut. Beim dritten Treffen dann alles wieder montiert mit dem Ergebnis: Keine Änderung, Betrieb auf Erdgas nicht möglich.
Bis dahin bin ich aber bereits sechs Mal jeweils 80km zur Werkstatt gefahren und habe dort halbe Tage im Büro auf meinem Smartphone rumgedaddelt.
- Akt:
Erneut habe ich einen Termin bei Mercedes-Benz direkt gemacht und wie bereits vermutet stellte sich heraus, dass die Druckregeleinheit defekt war. Fehler in diesem Fall Regeleinheit arbeitet nicht richtig, Druck im Niederdruckbereich zu hoch.
Die Druckregeleinheit wird bei Ventrex in Graz hergestellt und kostet aktuell 1650€ brutto. Das schmerzt und mir ist völlig unklar, warum das Bauteil nach lediglich 180tkm Laufleistung schon wieder kaputt ist. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass ich bereits vor dem Defekt mehrfach versucht habe mit der Firma Ventrex Kontakt aufzunehmen, um zu klären, ob diese mir ggf. ein Bauteil direkt verkaufen würden? Schließlich bin ich ja Gewerbetreibender. Keine Reaktion – ergo Kackbude !!!
Gekostet hat der Spaß bis dato fast 3000€ netto und jede Menge Zeit, Nerven und Recherchen im Internet. Hätten wir in Hamburg nicht die Pflicht bei Taxiwechsel einen Vollelektro Plastikbomber anschaffen zu müssen, wäre ich längst wieder mit einem gebrauchten Diesel unterwegs. Aber der linksgrüne Zeitgeist verbietet die Neukonzessionierung von Verbrennertaxen und feiert gleichzeitig immer neue Rekorde bei den Anlandungen am Kreuzfahrtterminal in Steinwerder.
- Akt:
Damit ist die Geschichte aber leider nicht zu Ende, weil nach 2 Schichten der Fehler wieder aufgetreten ist und ich auf Benzin nach Hause fahren musste. Mitte März ging der Wagen also nun zum vierten Mal in die Niederlassung, damit der Fehler hoffentlich endgültig beseitigt wird. Ich bekam ohne Diskussionen ein Leihtaxi, damit ich Geld verdienen konnte und habe deutlich gesagt, ich möchte den Erdgas Patienten keinesfalls wieder bekommen um dann erneut nur ein paar 100km störungsfrei fahren zu können.
Es stellte sich heraus, dass der Tankstutzen für CNG undicht war und dort Erdgas austreten konnte. Der Stutzen wurde auf Gewährleistung erneuert und mir wurde für diese eigentlich vierstellige Reparatur nichts in Rechnung gestellt. Ich habe ja schon vorher genug abgedrückt, ohne wirklich sicher sein zu können, ob die vorigen Reparaturen überhaupt nötig gewesen sind?
Einen technischen Zusammenhang für Gasdruckprobleme im Niederdruckbereich verursacht durch einen undichten Stutzen auf der Hochdruckseite erschließt sich mir erst einmal nicht. Aber egal, Hauptsache der Benz läuft jetzt wieder störungsfrei.
Fazit:
- Im Jahr 2025 kann ich wirklich niemanden raten sich noch ein gebrauchtes CNG Fahrzeug zuzulegen. Es mangelt nicht nur an kompetenten Werkstätten, sondern auch an der Tankstelleninfrastruktur. Da sticht dann auch das Argument der Klimafreundlichkeit nicht mehr.
- Ich habe zwar jetzt viel Geld investiert, dafür bin ich für die nächsten 100tkm gut gerüstet. Denn die nun getauschten Komponenten, werden so schnell nicht wieder kaputt gehen. Fraglich ist zudem, ob es die Ersatzteile in wenigen Jahren überhaupt noch geben wird?
- Aktuell spare ich im Vergleich zu einem Diesel pro Schicht 10€ an Treibstoffkosten. Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, aber niemand kann wissen wann und ob es den Liter Diesel wieder für 1,70€ geben wird. Bio-CNG als Treibstoff wurde jedenfalls mit Kriegsbeginn nicht teurer, weil es aus heimscher Produktion stammt.
Dieser Beitrag auch als Beispiel dafür warum Taxifahren „ja so teuer ist.“ Denn auch beim Diesel ist immer mit Reparaturkosten in vierstelliger Höhe zu rechnen. Sei es die Steuerkette, sei es das Ad-Blue System, Injektoren etc. Das alles hat der Elektrobomber nicht, dafür eben einen horrenden Wertverlust.
Grüße C.L.
HVV Streik in Hamburg – und der Verkehr wird unerträglich
Sicherlich gibt es Taxikollegen, die den heutigen Donnerstag 19.03.26 feiern, weil der HVV gestreikt hat und man deutlich mehr verdienen konnte, als an einem normalen Werktag.
Ich habe heute während meiner gesamten Schicht einfach nur gedacht „Katastrophe“. Morgens stand ich erst einmal schön im Stau und hatte eine lächerliche Durchschnittsgeschwindigkeit vom 16km/h im Display. Dann musste ich ständig um Fahrradfahrer herumzirkeln, die die Straßen erobert haben und selbst dann keinen Radweg benutzen, wenn es einen gibt. Lieber immer schön die Autofahrer nerven. Besonders aggressiv machen mich Frauen auf klapperigen Hollandrädern, die weniger Kondition haben als ein kettenrauchender Taxifahrer wie ich einer bin. Die fahren dann so langsam auf der Fahrbahn, dass man meinen könnte sie kippen gleich um.
Und so lief der gesamte Tag ab. Rote Welle, Baustellen, Engpässe, Sperrungen, Frostschäden auf der Fahrbahn, Autofahrer, die sich kaum noch trauen über 40km/h zu fahren, weil der Sprit ja so teuer geworden ist. Die Müllabfuhr, die mitten am Tag arbeitet, anstatt morgens um 5Uhr, Lieferverkehr, der z.B. die Bismarckstraße einfach mal komplett blockiert hat. Immer noch eine einspurige Verkehrsführung in der Kollaustraße und eine Vollsperrung nicht nur am Ende der Bundesstraße, sondern zeitgleich in der Mitte der Bogenstraße.
Dazu Taxistände, die gnaden- und folgenlos von Handwerkern und Privatwagen zugeparkt werden, so wie heute der Posten Baumwall.
Ich habe heute 250€ Umsatz gemacht und das war bei meiner Arbeitsmoral schon sehr beachtlich. Aber ich fand jeden Euro davon hart verdient, zu viel Stress, zu viel Gewusel, zu viel Großstadt und zu viel Egomanie.
Passend dazu ein Ausblick für das kommende Wochenende in der Hamburger Morgenpost : Chaos am Wochenende
LG C.L.
Hamburg EWU vs. MWU
Sind MWU noch überlebensfähig ?
Der Leiter der Hamburger Taxibehörde spricht offen aus, was wir EWU schon lange wissen.
Uber – viele Kunden / miese Bewertungen
Es gibt Dinge, die man einfach mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehen kann und das Phänomen Uber gehört eindeutig in diese Kategorie. Jeden Tag dasselbe Spielchen am Hamburger Flughafen. Viele vernünftige Kollegen, teils seit Jahrzehnten im Geschäft, warten mit ihren Taxen am Flughafen auf Kundschaft.
Durch die Drehtüren kommen regelmäßig eher jüngere Fahrwillige und bestellen sich ein Uber Taxi. Wir werden ignoriert, als stünden wir unter eine Käseglocke. Sich in Hamburg ein Taxi zu bestellen ist aber gar nicht so einfach, weil die direkte Zufahrt zum Ankunftsbereich mit Schrankensystemen und Gebühren behaftet ist. Für die VIP Spur links der Taxi Einstiegszone haben nur die wenigsten Kollegen eine Zufahrtsberechtigung, die kostet nämlich mehrere 100€ im Jahr.
Also wartet der Kunde auf sein Uber Taxi und schielt auf alle Kennzeichen, die zum Terminal aufrücken. Schließlich ruft der Kunde den Uber Kutscher an und man versucht sich zu koordinieren. Mühsam wird es dann allerdings, wenn der Kollege kaum Deutsch spricht, oder der Kunde kaum Englisch. Manchmal verabredet man sich dann oben in der Abflugebene, manchmal bricht man den Vorgang auch ab und steigt in das Taxi, was eben an der Reihe ist. Bevor sich manch ein Kunde und Taxifahrer gefunden haben, sind andere Kunden, die einfach zusteigen, schon halb an ihrem Fahrziel angekommen.
Wenn ich mir dazu noch die Bewertungen auf Trustpilot https://de.trustpilot.com/review/www.uber.com ansehe, muss ich ernsthaft die Frage stellen, was das für Menschen sind, die unbedingt ein Uber Taxi besteigen möchten? Sind das etwa Selbstoptimierer, die gar nicht merken, dass ihre Bemühungen in der Praxis ständig in die Hose gehen?
Aber wie in allen anderen Lebensbereichen gilt „Jeder blamiert sich so gut er kann.“
Grüße C.L.
Ihr hättet es wissen müssen…Robotertaxen by FreeNow für Hamburg
Nachdem man die Kollegen quasi genötigt hat ein Etaxi zu finanzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben titelt die Presse Ende Januar es gehe nun in Hamburg sehr bald los mit autonom fahrenden Taxen. Hoffentlich ist die letzte Rate bezahlt, bevor wir gar nichts mehr zu tun haben.
Taxis_ohne_Fahrer_Das_sind_die_Plane_fur_Hamburg
FreeNow by Lift und Verkehrssenator Anjes Tjarks haben eine Absichtserklärung unterzeichnet schnellstmöglich autonom fahrende Taxen für Hamburg anzubieten. Wie das Gewerbe es ja bereits kennt ohne weitere Abstimmung oder konstruktive Diskussion mit den Menschen, die vom Taxifahren ihre Familie ernähren müssen. Hauptsache Beamte und CEO`s waren sich in dieser Sache einig.
Ich bin nicht überrascht, dass hier die nächste hippe Scheiße ausgerollt wird, allenfalls darüber, dass es bereits 2026 losgehen soll. Ich habe ja immer wieder daraufhin gewiesen, dass viele Kollegen jahrelang für FreeNow die Krakenkrake gemacht haben und zur Belohnung am Tag X einen Arschtritt kriegen und nicht mehr gebraucht werden.
Das nun gerade Blankenese in diesen Testbereich fällt ist eine Kampfansage gegen den stets kritischen Vorstand von Taxi Blankenese und dem LPVG. Dieser montiert seit Jahren, dass die Stadt Taxipolitik komplett an den Interessen des Gewerbes vorbei macht. Aber mit Kritikern möchte sich die BVM und Senator Tjarks natürlich nicht belasten, besser man lässt nur Opportunisten zu Wort kommen und bejubelt technische Innovationen, die wenig Mehrwert für die Bevölkerung bieten.
Mir sind keine unterversorgten Randgebiete bekannt, ganz im Gegenteil war das Taxengewerbe im Januar 26 trotz Winter deutlich unterversorgt mit zahlender Kundschaft.
Die Stadt Hamburg greift nach wirklich jedem Strohhalm, um individuelle Mobilität zurück zu drängen. Schon Moia skandierte vor Jahren den Slogan sie würden den Verkehr in Hamburg entlasten. Fakt ist die Moias sind meist leer und finanziell defizitär. Wozu braucht es dann Robotertaxen, wenn die aktuell konzessionierten Taxen 70% der Arbeitszeit rumstehen und keine Kunden befördern.
Ich finde die Stadt und die zuständige Verkehrsbehörde sollte erst mal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie sich mit hippen Themen befasst. Angebot und Nachfrage in Einklang bringen, Qualität und Servicegedanken deutlich erhöhen. Mit den Unternehmern ins Gespräch kommen, anstatt diese immer wieder vor den Kopf zu stoßen.
Es ist auch nicht die Aufgabe der Stadt für einen amerikanischen Konzern den Türöffner zu machen. Und die Aussage man möchte das Taxigewerbe einbinden ist eine grobe Verhöhnung der Realität. Möchte man mir anbieten ich könne z.B. für 200.000€ einen autonom fahren Toyota Sienna finanzieren und die Stadt fördert diese Summe mit 20.000€?
Ehrlich gesagt wundert mich in diesen Zeiten und in dieser Stadt sowieso überhaupt nichts mehr. Nur mein moralischer Kompass durch Arbeit einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten hält mich noch davon ab es mir in der sozialen Hängematte gemütlich zu machen. Noch !!!




