Taxi Hamburg

Eines der immer wiederkehrenden Themen unter den Taxikollegen ist die Qualität des gewerblich eingesetzten Fahrzeuges. In letzter Zeit häufen sich wahre Schauergeschichten, rund um Verschleiß und Technik. Eigentlich ist der Anspruch sein Taxi 400000km relativ problemlos bewegen zu können eine Selbstverständlichkeit. In der Realität werden viele Fahrzeuge bereits um die 250000km ersetzt, weil die Angst vor unkalkulierbaren Reparaturen einfach zu groß ist.

Mercedes Benz ist mit einem Marktanteil zwischen 50 und 60 Prozent immer noch Marktführer in Deutschland. Seit 2009 wird der W212 angeboten, der im März 2016 vom W213 ersetzt wird. Der W212 kämpft seit seinem Erscheinen mit einigen Unzulänglichkeiten, die Mercedes einfach nicht in den Griff bekommt. So erzählte mir ein Kollege, er hätte innerhalb von 197tkm insgesamt vier! Steuerketten auf Garantie bzw. Kulanz bekommen. Ein anderer Kollege hat seinen Kombi nach achtzehn Monaten wandeln können, weil das Schiebedach einfach nicht dicht zu bekommen war. Start – Stop Anlasser und Wasserpumpen erreichen teilweise keine 100tkm Laufleistung und die Neungang Getriebe aus der S-Klasse, die serienmäßig im E220cdi verbaut sind, neigen zum Ruckeln. Kulanz statt Qualität scheint die Maxime zu sein, was mich nicht zufriedenstellen würde. Ich kaufe keine aktuelle E-Klasse für 35.000€ netto, wohl wissend, dass die Qualität im Detail nicht stimmt.

Auch mein W211, von 2002-2009 gebaut, ist kein ganz problemloses Fahrzeug. Als Schwachpunkte sind eine unterdimensionierte Vorderachse zu nennen, die zügig verschleißt und ständig mit Poltergeräuschen nervt. Dazu ein zu hoher Verbrauch im Stadtverkehr, ein Getriebe ohne Ablassschraube am Wandler, um das komplette Getriebeöl abzulassen. Schlechtes H7 Licht und eine bruchgefährdete Verkabelung im linken Arm des Heckdeckels. Wenigstens hat mein Motor eine Duplexsteuerkette an der Vorderseite des Motors und keine Fahrradkette an der Stirnwand, wie der W212.

Auch bei VW gibt es manchmal Qualitätsprobleme. So hatte ein Passat Kollege zweimal einen Riss der Steuerkette der Ölpumpe, an anderer bei 250tkm einen zugesetzten Partikelfilter mit nachfolgenden Motorschaden auf der Autobahn. Aktuell verliert das DSG Getriebe eines Touran Fahrers Öl, Ursache unbekannt.

Qualität „Made in Germany“ war einmal. Dazu passt auch, dass Audi und BMW keine Taxifahrzeuge anbieten. Wohl wissend ihre Mittelklasse Fahrzeuge sind mit dem harten Taxi Alltag gnadenlos überfordert???

Es stellt sich also nicht mir die Frage, welches Fahrzeug man zukünftig kostengünstig und zuverlässig als Taxi einsetzen kann?

LG C.L.

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Olympia – Nein danke.

On November 6, 2015, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Ehrlich gesagt gehörte ich schon immer zu den Leuten, denen es leicht fällt „nein“ zu sagen.
So auch beim Volksentscheid zum Thema Olympia 2024 in Hamburg.

Ich bin grundsätzlich der Meinung die Stadt tut viel zu wenig für die Bürger, die hier wohnen, arbeiten und Steuern zahlen. Es geht eigentlich nur noch um Events, Tourismus, Hotelübernachtungen und Superlativen. Auf dem Hamburger Dom trifft man selten Hamburger, bei einer Massenversanstaltung wie dem Hafengeburtstag nimmt womöglich gar kein Einheimischer mehr teil.

Für mich sprechen zwei Gründe ganz eindeutig gegen olympische Spiele in Hamburg. Zuerst einmal traue ich den Verantwortlichen schlicht nicht zu, eine vernünftige Infrastruktur im Stadtteil Grasbrook auf die Beine zu stellen. Ich habe wirklich keinen Bock darauf mit Kunden auch zukünftig endlos im Stau zu stehen, weil diese sich nun ein Sportevent ansehen wollen. Ich erlebe ständig, dass der Verkehr zusammenbricht wenn der HSV spielt, oder wenn popelige zehntausend Fans zu Simply Red in die Arena wollen. Verkehrspolitisch hat der Hamburger Senat auf ganzer Linie versagt und nicht nur mein Vertrauen schon lange verspielt. Das ich zudem gezwungen werde als Taxifahrer in Hamburg seit nunmehr fünfzehn Jahren kostenlos mit den Kunden im Stau zu stehen, ist und bleibt eine Zumutung.

Und dann stehen da noch geschätzte 1,5 Milliarden Euro Kosten im Raum. Kann aber auch das x-fache sein, siehe Eurograb Elbphilamonie. Dieses Geld könnte man viel besser in die Belange der Bürgerinnen und Bürger investieren. Ich denke jeder hätte da so seine eigene Prioritätenliste.

Vor dem Hintergrund der knapp vierzigtausend Flüchtlinge in Hamburg und der damit verbundenen Kosten wird sich sowieso eine Mehrheit gegen Olympia entscheiden. Und selbst eine knappe Mehrheit bedeutet bei Mitbewerbern wie Los Angeles, Paris, Rom und Budapest, dass die Wahrscheinlichkeit für Olympia 2024 in Hamburg sehr gering bleibt.

Stopolympia

Gruß an alle C.L.

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HH-Taxi beim Film

On Oktober 15, 2015, in Aktuell, Nachtschicht, Tagschicht, by C.L.

Moin,
es wird Zeit darüber zu berichten, dass man mit dem Taxi nicht immer nur Kunden fahren muss, um Geld zu verdienen. Durch meine Webseite kommen relativ regelmäßig Anfragen für Filmaufnahmen rein. Dabei geht es weniger um mich, sondern in der Regel um ein Taxi ohne Türwerbung.

2014 sollten ein Kollege und ich einen kleinen Taxistand in der Großen Freiheit darstellen. Für Lars Becker’s Komödie „Wir machen durch bis morgen früh“ Der Kollege war kurz davor sogar im ersten Schweiger Tatort zu sehen.

2015 ging es dann um eine Taxiszene inklusive kleinen Dialog für die Sat 1 Doku „Mein dunkles Geheimnis“.

Ein paar Monate später stieg Charly Hübner zu mir ins Taxi für den Polizeiruf 110, Folge Wendemanöver.

Zuletzt ging es in einem YouTube Werbeclip zum Thema Mobilität und Gesundheit um ein neues Erkältungspräparat. Es fiel mir dabei wirklich nicht leicht positiv und aufgeschlossen durch die Hamburger City zu fahren. Der Verkehr nervt einfach.

Einen Auftritt in der internationalen Produktion „Wer ist Hanna?“ aus dem Jahr 2011 habe ich leider nicht ergattern können. Cate Blachett steigt in der Großen Freiheit aus dem Taxi eines Kollegen von der Vermittlung „Das Taxi“.

Mir gefällt das Rumlungern am Set auf jeden Fall besser, als am Stand auf die nächste Tour zu warten. Meist gibt es Kaffee und Brötchen und die Wartezeit wird schließlich auch vergütet. Also immer her mit derartigen Jobs.

…to be continued.

LG CL

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HH-Taxi meets Ringtaxi

On August 31, 2015, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Hallo aus Hamburg,

nicht ganz uneigennützig habe ich meine Familie im Sommer 2015 zu einem Urlaub auf einem Bauernhof in der Eifel überreden können. Während sich die Kinder an Ponyreiten, Stallarbeit und Kettcars erfreuten, wollte ich zur legendären Nürburgring Nordschleife.
In Ermangelung eines geeigneten eigenen Sportwagens habe ich zusammen mit einem Kumpel eine Runde mit dem Ringtaxi gebucht. Der 21 Kilometer lange Rundkurs wird je nach Wetterlage und Verkehr in 8-12 Minuten bezwungen, der Spaß im 560PS starken BMW M5 kostet zurzeit 349€.

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Leider war unsere Runde eine Regenrunde, die relativ soft gefahren werden musste. Ein kurzer Gas Stoß und wir standen mit der knapp zwei Tonnen schweren Limousine sofort quer. Aber auch so war die Aktion sehr geil und unserer routinierter Fahrer (mit über 6000 Runden Nordschleifenerfahrung) hat alle anderen Fahrzeuge im Regen relativ alt aussehen lassen.

Anschließend waren wir noch in Adenau, wo der Streckenabschnitt Breitscheid direkt über die Hauptstraße des Ortes führt. Dort standen wir am Zaun und zumindest ich genoss den Geruch von Benzin, Gummi und qualmender Kupplung. Ich fing an zu Träumen, ein gebrauchter BMW M3 oder Subaru Impreza, eine Jahreskarte, Semislicks…

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„Mensch Papa ist das öde hier“, motzen ziemlich schnell die Kinder. „Lass uns mal schnell die versprochenen Fritten besorgen und dann ab nach Hause zur Stallarbeit“.

Ich beneide wirklich jeden, der in der Nähe dieser traumhaften Rennstrecke wohnt und somit dort regelmäßig Gas geben kann. Pure Unvernunft und ein Hauch von Anachronismus in einem Land, wo genüsslich Benzin abfackeln schon lange nicht mehr angesagt ist.

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LG C.L.

Infos zur Nordschleife
Ringtaxi

PS : Ein paar Tage, nachdem ich diesen Artikel veröffentlicht habe, hatte ich Prominenz im Taxi. Einen der beiden Geschäftsführer der capricorn NÜRBURGRING GmbH. Es war sehr angenehm mit Herrn Schumacher zu plaudern. Viel Erfolg bei ihrer neuen Herausfoderung.

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Moin,
unglaublich aber wahr, das Jahr 2015 ist bereits wieder halb rum. Die Zeit rennt und rennt. Daher ein kurzer Zwischenbericht, wie die letzten Monate für mich persönlich gelaufen sind.

Der Umsatz hat sich im Vergleich zu 2014 um immerhin 20% verbessert. Es gibt mehr Mytaxi Aufträge als im letzten Jahr. 10-15% des Gesamtumsatzes fahre ich durch Mytaxi ein, kein besonders toller Wert, aber Mytax lebt vom Potenzial. Zudem hatte ich einfach Glück und die Webseite hat einige Fahrten über 100€ in mein Fahrzeug gespült.

Anstatt in der Innenstadt lange auf eine mickerige Tour zu warten, fahre ich relativ konsequent den Flughafen an und fahre dort Touren zwischen 20 und 30€. Mit Glück geht es auch mal nach Lübeck, oder Husum. Bedingt durch die Flughafenfahrten mit Geschäftsleuten beträgt der Anteil an Kreditkartenzahlungen mittlerweile bei mir 30% des Gesamtumsatzes. Kein Problem, wenn die durchschnittliche Kartenzahlung bei satten 40€ liegt.

Alles in allem könnte man sich also entspannt zurücklehnen und sich über das bisher Erreichte freuen. Leider bin ich objektiv und sehe nach wie vor zwei riesige Baustellen im Gewerbe. Denkt man wirklich betriebswirtschaftlich reichen 20% Mehreinnahme nicht aus, um aus der Hunderleider Ecke rauszukommen, da müsste sich die Einnahme mittelfristig um weitere 40% verbessern. Das ist aber nicht unmöglich, denn zurzeit wird ja offenbar noch geduldet, dass angestellte Fahrer das Warten am Flughafen als Pause deklarieren, somit ihren Stundenumsatz künstlich aufhübschen und dadurch auf dem papier den Mindestlohn erhalten. Der Behörde dürften diese Vorgänge bekannt sein, daher will ich dieses Details hier nicht vertiefen.

Zuletzt haben wir in Hamburg natürlich weiterhin ständig massive Störungen im Verkehr. Baustellen, Sperrungen und Staus nerven und drücken den Umsatz aufgrund unseres realitätsfremden Tarifes. Was nützen mir viele Aufträge in der City, wenn meine Durchschnittsgeschwindigkeit dort zwischen 15 und 18km/h liegt? Den realisierbaren Stundenumsatz kann man schlicht in die Tonne drücken, vom Streßfaktor ganz zu Schweigen.

LG C.L.

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Meine Taxi, der W211, ist eigentlich ein zuverlässiger und solider Arbeitsplatz. Trotzdem muss man natürlich immer damit rechnen Geld in die Hand zu nehmen, wenn die Technik schwächelt. Bereits beim Kauf mit 225tkm fiel mir auf, dass der Wagen manchmal bei Beschleunigen im zweiten Gang leicht ruckelte. Das Problem verstärkte sich schleichend, bis ich bei 260tkm Handlungsbedarf sah. Zusätzlich stellte sich ein leichtes Konstantfahrruckeln ein, sowie ein Dröhnen auf der BAB bei voller Beschleunigung. Bei Motortalk sind diese Probleme hinreichend beschrieben, die sog. Wandlerüberbrückungskupplung funktioniert nicht mehr korrekt.

Nach etlichen launischen Erfahrungen in den einschlägig bekannten Taxi Schrauber Buden, entschied ich mich lieber für einen Termin beim Profi. Die Firma Christiansen in Hasloh ist spezialisiert auf sämtliche Mercedes Benz Fahrzeuge und kennt sich auch mit der Automatik hervorragend aus. Eine Getriebespülung, ohne Reiniger, sollte mein Problem erfolgreich beheben. Der Termin wurde eingehalten, der Preis war in Ordnung, die 5 Gang Automatik schaltet wieder perfekt.

Zukünftig werde ich alle 60tkm das Getriebeöl wechseln und alle 120tkm eine Spülung machen lassen.

Es grüßt ein zufriedener Kunde.
C.L.

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Mein Taxi – W211

On Juni 3, 2015, in About, Flughafen, Tagschicht, by C.L.

Bereits im letzten Jahr habe ich mein Taxi ersetzt und wollte nachgelagert berichten, was es beim Kauf eines Taxis zu beachten gibt. In der Regel ist es so, dass die Kollegen einen Neuwagen aus dem Hause Mercedes Benz fahren. Nicht etwa, weil das Geschäft so super läuft, sondern weil es so einfach ist ein Taxi zu finanzieren. Nicht so einfach ist es allerdings aus dem laufenden Geschäft Monat für Monat 500-700€ für die Rate abzuzweigen. Nicht umsonst arbeiten fast alle selbständigen Taxiunternehmer jeden Tag im Jahr!!!

Für mich kam der Kauf eines Neuwagens so oder so nicht infrage. Nach zehn Jahren Selbständigkeit in Hamburg hatte ich keine entsprechende Rücklage bilden können. Außerdem können die Kunden, die oft genug nicht einmal 10€ für eine Fahrt zahlen, schlicht nicht erwarten von mir in einem Neuwagen befördert zu werden. Meine Stammkunden schätzen auf jeden Fall andere Dinge deutlich mehr, als ein flammneues Fahrzeug.

Wirtschaftlich am sinnvollsten erschien es mir bei der unsteten Geschäftslage einen guten Gebrauchten zu kaufen. Die aktuelle Mercedes Benz E-Klasse ist zwar schick, aber zu Preisen um die 35.000€ netto mit ein paar Sonderausstattungen schlicht unwirtschaftlich. Selbst das Argument Wertstabilität hat längst ausgedient. Nach fünf Jahren Nutzung hat das Fahrzeug locker 75% Wertverlust porduziert. Ein VW Touran ist da schon deutlich sinnvoller, nicht nur weil sich in der Anschaffung mindestens 10.000€ sparen lassen, sondern auch weil der Touran sparsamer mit dem Diesel umgeht, als eine E-Klasse. Wer dem Stern treu bleiben will und trotzdem bei Anschaffung und Verbrauch auf die Kosten gucken muss kauft eine B-Klasse. Auch der Toyota Prius Hybrid soll nicht unerwähnt bleiben. Wer sich mit dem Desing außen und innen anfreunden kann kauft ein sehr wirtschaftliches und ökologisches Fahrzeug mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit.

Da ich mit Gebrauchtwagen gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich wieder einmal nur mäßig investiert und somit werde ich die eine oder andere Reparatur verschmerzen können. Geplant ist den W211 mopf auf jeden Fall bis 450.000km zu bewegen und hier regelmäßig zu berichten, wie sich die Technik geschlagen hat.

LG C.L.

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Diese Woche lief richtig rund

On Mai 9, 2015, in Aktuell, Flughafen, by C.L.

Moin,
wer hätte gedacht, dass ich tatsächlich hier mal schreiben würde ich bin mit dem Geschäft zufrieden. Diese Woche hatte es wirklich in sich und mein Umsatz war gut. Dabei halfen allerdings mehere Faktoren : Der Bahnstreik sorgte für ein Tourenplus am Flughafen Hamburg. Der beginnende Hafengeburtstag sorgte für jede Menge Touristen und natürlich die Mytaxi Rabatt Aktion, die insgesamt für ein deutlich höheres Tourenaufkommen sorgte. Den Peak erreichte das Geschäft am frühen Freitag Abend, wo durch das HSV Spiel ein zusätzlicher Bedarf an Taxen zu verzeichnen war.

Da muss ich mein letztes Posting schon etwas relativieren. Silvesterümsätze gab es diese Woche natürlich nicht, das ist auch gar nicht manchbar bei einem Tarif, der Stillstand im Stau nicht bezahlt. Aber trotzdem hatte ich ein Umsatzplus von 40% im Vergleich zur Vorwoche und damit auf jeden Fall den besten Wochenschnitt in diesem Jahr.

Ich bin aber der Meinung, das Geschäft und die Umsätze müssten in jeder Schicht auf dem Niveau dieser Woche sein und nicht nur, wenn Kunden dicke Rabatte erhalten. Ziel muss es sein, nach fünf Jahren einen Neuwagen bar zu bezahlen und in eine Altersvorsorge einzuzahlen, die diesen Namen auch verdient.

Viele Grüße C.L.

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Hallo da draussen,
jawoll Mytaxi holt zum nächsten Geneistreich aus und gewährt alten und neuen Payment Zahlern 50% Rabatt auf die Taxifahrt in den nächsten vierzehn Tagen. Mir persönlich entlockt das nicht einmal ein müdes Lächeln. Allenfalls amüsiert mich, wie Mytaxi in den Medien gehypt wird. Dabei wollen wir doch mal auf dem Teppich bleiben und ganz nüchtern die Fakten betrachten :

Obwohl es Mytaxi mittlerweile fünf Jahre gibt und das Tourenaufkommen in diesem Zeitraum natürlich gewachsen ist, reichen die Vermittlungszahlen hinten und vorne nicht, um davon als Taxifahrer, oder Taxiunternehmer zu existieren. Ich bin als Mytaxler kein Maßstab, da ich mich im Tagesverlauf immer wieder aus der Vermittlung ausklinken muss, wenn ich am Flughafen auf Kunden warte, oder Stammkunden fahre. Außerdem biete ich natürlich nicht 15% für eine Fahrt, so wie etliche gierige Kollegen, die einfach nicht über den Tag hinaus denken wollen. Deshalb gehen etliche Touren an mir vorbei direkt zum Höchstbietenden. Ich finde es im Grunde genommen schon unverschämt, wenn ich für eine 27€ Flughafenfahrt 10% Vermittlungsgebühr = 2,70€ abführen soll. Wir hatten mal einen Vertrag, wo die Tour fix 0,79€ kosten sollte mit der Formulierung „das wird sich niemals ändern.“ Nun ja, zurzeit zahle ich für o.g. Fahrt 300% mehr, schöne neue Welt, oder ?

In Gesprächen mit Kollegen stellt sich regelmäßig heraus, dass der Mytaxi Umsatz 10-30% des Gesamtumsatzes ausmacht und das ist objektiv einfach dünn. Damit liegt man in Hamburg auf Augenhöhe mit der antiquierten Funkzentrale 6×6 und weit weit hinter dem Marktführer Hansafunk.

Wenn ich dann im Newsletter lese, das aufgrund der Rabattaktion ein Tourenaufkommen wie zu Silvester erwartet werden darf, frage ich mich, wer dass auch nur ansatzweise glauben soll? Vielleicht Kunden und Presse, aber wir hinter dem Lenkrad sicher nicht.

Da ich aber eine gut geführte Statsitik habe, werde ich in vierzehn Tagen berichten, ob mir die Aufträge nur so um die Ohren geflogen sind :-)

Gute Nacht C.L.

Mopo Bericht zur MT Rabattaktion

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Studie Tomton zum Thema Stau in Hamburg (leider gebührenpflichtig?)

Moin,
oben verlinkter Artikel kommt mir gerade recht, denn wenn ich mir die letzten Wochen tagsüber auf Hamburgs Straßen ansehe, überkommt mich Wut und Resignation.
Eigentlich hatte ich mich auf eine ruhige Woche nach dem langen Osterwochenende eingestellt. In Süddeutschland mal wieder Ferien, da kann man es entspannt im Taxi angehen lassen. Aber weit gefehlt, weil meine so „geliebte“ Heimatstadt mal wieder völlig unkoordieniert den Verkehr im Hamburg hat stillstehen lassen. Der Wallringtunnel eine ganz Woche komplett gesperrt, inklusive einer einspurigen Durchfahrt Richtung Ballindamm und natürlich obendrauf noch die Sperrung der Lombardsbrücke. Den Grindelhof mal wieder dichtgemacht und dazu die Umgehung der Baustelle über Dillstraße und Rappstraße gleich mit. Jeden Tag derselbe Stop & Go auf der Tarpenbekstraße, der Hindenburgstraße, der Sengemannstraße und natürlich der Edmund-Siemers-Allee.

Es ist eindeutig politischer Wille, dass der Autofahrer in Hamburg systematisch zermürbt wird und vielleicht doch irgendwann einmal seinen Arbeitsweg anders organisiert. Auch mein ehemaliger Nachbar aus St.Pauli hat seine neue Arbeitsstelle in Rahlstedt nur wenige Wochen mit dem PKW aufgesucht. Für die paar Kilometer 45 Minuten im Auto zu sitzen fand er einfach nur grotesk. Jetzt gibt es S-Bahn und Fahrrad.

Besonders ungerecht ist es, dass wir nicht wenigstens eine Art Schmerzensgeld im Tarif haben, wenn die Fahrt 30% länger dauert. Der Fahrpreis ist immer derselbe, der zeitliche Aufwand aber eben nicht. Selbst über eine Fahrt vom Flughafen zu Aurubis auf der Veddel konnte ich mich zuletzt nicht so richtig freuen. Für 29€ haben wir fast eine Stunde zusammen in der Droschke verbracht und uns zum Fahrziel regelrecht durchgekämpft.

LG C.L.

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