Taxi HamburgTaxi Hamburg

Wie funktioniert eigentlich eine Taxi App ?

On Dezember 4, 2010, in Tagschicht, by C.L.

Seit April 2010 kann ein Taxikunde in Hamburg nicht nur bei einer Zentrale anrufen, sondern direkt mittels Smartphone und einer Applikation auf Tastendruck ein Taxi bestellen.
Die Applikation Mytaxi (ehemals 1touchtaxi) funktioniert so : Der Kunde lädt die App. auf sein Smartphone und öffnet diese. Er kann seinen Standort über das integrierte GPS ermitteln lassen, oder manuelle Angaben zu seiner Abholadresse machen. In ein Feld kann ein Freitext eingegeben werden, z.B. bei Firma xy, mit Kreditkarte, in 10 Minuten etc. Er bestätigt seine Angaben per Tastendruck und automatisch sucht die App. das nächstgelegene Taxi, was ebenfalls über ein Smartphone und einer sogenannten Driver Software der Vermittlung zur Verfügung steht. Der Wagen nimmt den Auftrag an und der Kunde sieht auf seiner Google Map wie sein Taxi ihn anfährt. Dazu übermittelt das System die Entfernung, die Zeit bis zum Eintreffen des Wagens, sowie ein Foto des Kollegen.

Kunden App

Blogger Kollege Marco hatte nun ein paar Fragen gestellt, die ich gerne beantworten möchte. Die Applikation läuft auf dem Iphone, sowie Smartphones mit dem Betriebssystem Android und Windows Mobile. Man braucht also nicht zwingend ein Iphone, Kollegen fahren auch mit dem Sony Experia oder einem HTC Wildfire. Ich habe mich für ein Iphone entschieden, will ich die Bedienung intuitiv gelungen finde und weil das Display einfach sehr schicke Darstellungen ermöglicht.

Taxifahrer App

Tourenangebote bekomme ich in der Tagschicht zwischen 8 und 10 Uhr und zwischen 16 und 20 Uhr. In der ruhigen Zeit zwischen 10 und 16 Uhr gibt es nur durch Zufall mal einen Auftrag. Kollegen aus der Spätschicht berichten, dass es nach 23 Uhr noch einmal einen Schwung Aufträge gibt. Die Mytaxi Macher haben innerhalb weniger Monate 400 bis 500 Taxen für ihre Vermittlung gewinnen können. Das heißt das Angebot an Fahrzeugen liegt fast immer deutlich über den Auftragsanfragen. Ich denke wenn zu Weihnachten tausende neuer Smartphones unter dem Baum liegen, wird das Geschäft sich langsam aber stetig entwickeln. Aktuell ist es noch so, dass ich 80% meines Umsatzes mit Stammkunden und Anläufern mache.

Gruß C.L.

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Technik, die begeistert ?

On November 27, 2010, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Eigentlich bin ich ja ohne Funkanbindung in Hamburg unterwegs. Mit den Zentralen, ihren Kosten und ihrer Geschäftspolitik kann ich wenig bis gar nichts anfangen.
Trotzdem habe ich mich im April 2010 entschieden die Smartphone Vermittlung von 1touchtaxi (jetzt mytaxi) in den Wagen zu nehmen.

Nach einer Testphase bis Jahresende mit gestellter Technik und kostenloser Vermittlung war es nun an der Zeit sich selber um die entsprechende Hardware zu kümmern. Und schon ging es los mit lästigen Technik Tücken, die Zeit und Nerven kosten. Zuerst einmal wollte ich ein eigenes Iphone haben, weil ich mir eine sündhaft teure aktive Halterung für dieses Gerät in die Taxi habe bauen lassen. Damit meine Freisprecheinrichtung von Parrot mit dem Iphone interagiert musste nun ein Software update gemacht werden. Das kann man im Regelfall nicht selber, weil die wenigsten PC´s eine Bluetooth Schnittstelle haben dürften.
Anschließend sollte ich einen Account bei Itunes einrichten, um zukünftig selber Applikationen und Updates auf mein Smartphone laden zu können. Also einen Account eingerichtet, inkl. dem 95zigsten hochkomplexen Passwort. Weil ich keine Kreditkarte besitze musste ich mich zusätzlich bei Click&Buy registrieren und mir ein 96zigstes Passwort ausdenken. Obwohl ich nicht plane kostenpflichtige Applikationen zu laden war das notwendig. Seitdem bekomme ich jeden Tag eine Email, in der mich Click&Buy auffordert in den unendlichen weiten des Internets doch endlich mal was zu kaufen.
Dann musste ich nur noch meinen Eplus Handyvertrag um eine Datenflatrate erweitern und schon sollte einer Nutzung des hoch modernen Smatphones nichts mehr im Wege stehen.
Unglaublich, ein einziges kleines Stück Technik zum Telefonieren, um Touren der Mytaxi Kundschaft anzunehmen, um Emails zu lesen und zu schreiben und um im Internet zu surfen. Super Sache das.
Eine letzte Hürde war aber noch zu nehmen. Hatte ich nämlich die mytaxi app. laufen konnte ich nicht angerufen werden. Das ist natürlich ganz schlecht, hat es etwa damit zu tun, dass das blöde Iphone angeblich nicht Multitasking fähig sei ? Natürlich nicht, lediglich zehn Telefonate später war klar, das meine uralte Eplus Sim Karten nicht UMTS fähig ist und ich eine neue Sim Karte brauche.
Aber seit Freitag läuft die Technik und dieses Thema ist auch erledigt. Das freut mich sehr, auch wenn ich abschließend sagen möchte : Einfach ist anders !

Gruß C.L.

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Es geht los liebe Kollegen,
als erster Warnschuss in Richtung BSU / Autoruf ist eine in der nächsten Woche angesetzte Demonstration des Hamburger Taxengewerbes zu bewerten.

Interessierte Kollegen treffen sich am 25.11.2010 zwischen 14 und 15 Uhr in der Glacischaussee, wo ab 15 Uhr ein Konvoi vorbei an der Autoruf Zentrale bis zur BSU an der Stadthausbrücke fahren wird. Der Initiator Jörn Napp erwartet 350 Taxen, ich hoffe es werden mehr.

Hintergrund ist die Idee des Autorufs (Möller/Kruse) im nächsten Jahr Smart Taxen mit einer Ausnahmegenehmigung und zu 15% niedrigeren Fahrpreisen fahren zu lassen. Dieses Geschäftsmodell, was unter dem Deckmantel ökologisches Taxifahren verkauft wird, ist weder umweltfreundlich, noch wirtschaftlich darstellbar. Vielmehr soll zu Lasten des darbenden Taxengewerbes und der angestellten Fahrer, ein weiterer Ausverkauf unseres Geschäftes stattfinden.

Eigentlich könnte ich dieser Entwicklung gelassen entgegen sehen. Unternehmer werden keine 60 Stunden in der Woche in so einer Dose verbringen wollen, Fahrer sicher auch nicht. Unter Tarif lässt keinen Spielraum nach unten, schon jetzt fahren wir Kurztouren quasi zum Selbstkostenpreis. Und unsere verbliebende Kundschaft schätzt geräumige und gemütliche Fahrzeuge.

Mich ärgert es maßlos, dass die Initiatoren bei der BSU für Begriffe wie „öko“ und „billig“ ein offenes Ohr finden, während viele andere berechtigte Forderungen des Gewerbes ignoriert und ausgesessen werden. Dazu kommt, dass die Verbände zu diesen Thema beharrlich schweigen, und eine Zentrale Konkurrenz im eigenen Haus etablieren will.

Sollte das Thema nicht schnellstens in der Ablage P (Papierkorb) verschwinden, könnte der Straßenverkehr in der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit regelmäßig zum Erliegen kommen.

Ich hoffe man trifft sich zahlreich am 25.11.2010

Gruß C.L.

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Wirft man einen Blick in den Fahrzeugschein der aktuellen Mercedes Benz E-Klasse W212 in der Taxenmotorisierung 200Cdi findet man einen Schadstoffausstoß von 146g/km.
Als Grenzwert sind von der BSU für das Jahr 2011 150 Gramm vorgegeben, also haben wir es hier mit einer Umwelttaxi zu tun. Oder doch nicht ?

Theorie und Praxis :
Mercedes gibt einen Durchschnittsverbrauch von 5,5 – 5,9 Litern/100km für den E200Cdi an. Da 1 Liter Diesel zu 2,64 Kilogramm Co2 umgewandelt wird, muss davon ausgegangen werden, das der Wagen max. 5,7 Liter 100km im Euro Mix verbraucht.
Im Stadtverkehr wird ein Verbrauch von 7 – 7,4 Litern/100km angegeben. Da eine Taxi zu 90% innerstädtisch unterwegs ist, wäre somit der Grenzwert in der Praxis schon hier nicht mehr zu erreichen.
Im Hamburger Stadtverkehr (Kurzstrecke und alle 500 Meter eine rote Ampel) wird der von Mercedes Benz angegebene Verbrauch um ca. 40% überschritten. In der Tagschicht ist es nahezu unmöglich den W212 mit unter 10 Litern/100km zu bewegen. Realtisch dürften 11 Liter sein.
Was also in der Theorie (Messverfahren Richtlinie 80/1268/EWG) so nett, modern und umweltfreundlich anmutet, entpuppt sich in der Praxis als fauler Zauber. Selbst wenn man unterstellt der Wagen fährt in der Tagschicht mit 10 Litern und in der Nachtschicht mit 8 Litern blieben im Schnitt 9 Liter Verbrauch = 237Gramm/Kilometer.

Mehrkosten
Die aktuelle E-Klasse W212 kostet mit einigen Extras locker 34.000 € netto und kann in 60 Monatsraten a ca. 600 € finanziert werden. In Hamburg ist es weder möglich aus den vorhandenen durchschnittlichen Einnahmen eine nennenswerte Rücklage zur Anschaffung eines solchen Fahrzeugs zu bilden, noch gibt es von Seiten der Stadt Hamburg, der BSU oder HK den kleinsten finanziellen Anreiz neue und somit vielleicht umweltfreundliche Fahrzeuge anzuschaffen. Damit meine ich durchaus, dass die Stadt Hamburg überlegen könnte sich am Kauf eines umweltfreundlichen Taxis mit 5000 – 10000€ zu beteiligen. Seit Oktober 2010 ist die E-Klasse auch wieder als E200 NGT mit Erdgasantrieb erhältlich. Der Kaufpreis dürfte allerdings mindestens noch einmal 5000 € über dem des Diesels liegen.

Co2 Bilanz
In allen Diskussionen um die Umweltfreundlichkeit der vermeidlich sparsameren Neuwagen wird gerne außer Acht gelassen, dass die Produktion eines Pkw`s natürlich auch Co2 emittiert.
Hier ist zu Lesen, dass bei der Produktion eines Neuwagens 22 Tonnen Co2 entstehen. Ich kann also mit gutem Gewissen meinen jetzigen Wagen weitere 80.000 km fahren, bevor ich o.g. Co2 Ausstoß erreicht haben werde.
Da mein alter Benz eher weniger verbraucht, als die aktuelle E-Klasse kann ich auch heute Nacht mit einen grünen (eh ruhigen) Gewissen einschlafen.

Also Augen auf beim Neuwagenkauf…

Gruß C.L.

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Am 26.11.2010 die Innenstadt zuparken ?

On November 7, 2010, in Tagschicht, by C.L.

Hallo liebe Leser,
ich war in der letzten Woche nicht ganz fit, und somit auch nur wenig auf der Straße. Weiterhin wird aber hitzig über die “Dumping Taxen” und über zwei unterschiedliche Tarife diskutiert. Nun habe ich gelesen, dass es am Freitag, den 26.11.2010, ein Treffen der Verbände, Zentralen, HK und BSU zu diesem Thema geben soll.
Dieser Freitag wäre eine Chance ein Zeichen zu setzten. Und zwar mit hunderten von Taxen.

Während sich die Kollegen über jede Menge Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten in unserem Gewerbe wundern und auch ärgern, hat die BSU nichts besseres zu tun, als sich unter dem Öko Deckmantel mit Blödsinn zu befassen. Wir brauchen in Hamburg keine Taxen, die für noch weniger Geld rumrollern. Unternehmer werden sicher keine 60 Stunden in einem Smart sitzen wollen, Fahrer wohl auch nicht. Der Autoruf sucht experimentierfreudige Mehrwagenunternehmer und verspricht eine Ermäßigung im Funkbeitrag, während normale Taxen ab 2011 mehr Beitrag bezahlen sollen. Die angedachte Konkurrenz im eigenen Haus kommt mir verdächtig bekannt vor. Viele Kollegen kennen das Dilemma bei der Vermittlung 211 zu 311. Im Schulungszentrum in der Kollaustraße soll womöglich ein weiterer Schwung von Langzeitarbeitslosen zu Taxifahrern ausgebildet werden, wo wir doch schon heute hauptsächlich rumstehen und warten. Und wo klar ist, das steuerehrliche Beschäftigungsverhältnisse im Taxengewerbe keinen nennenswerten Gewinn abwerfen. Schon wieder alles vergessen, was in den L&K Gutachten steht ?

Ich verstehe nicht, wie sich die BSU mit solchen Ideen ernsthaft beschäftigen kann ?
Wir brauchen auskömmliche Tarife, eine anständige Auslastung, neuwertige Fahrzeuge und fitte Taxler. Wir brauchen eine Einnahme, die erheblich höher sein müsste, als die paar Euros, die man seit einigen Jahren zusammenfährt. Die Idee der Dumping Taxen ist kontraproduktiv und verkennt in eklatanter Art und Weise den Ist – Zustand im Hamburger Taxengewerbe.

Sollte ein Verband, oder eine Einzelperson eine Demo am 26.11. anmelden werden ganz sicher viel mehr Kollegen als sonst vor Ort sein.

Bis die Tage C.L.

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Jetzt reicht es aber wirklich

On Oktober 27, 2010, in Aktuell, Tagschicht, by C.L.

Minitaxen zum Dumpingpreis

Heute war an den Posten und im Taxiforum ja mal wieder richtig Stimmung. Während bereits die Ankündigung von Taxen mit einem Umweltsiegel auf Unmut gestoßen war, war heute in der Hamburger Morgenpost zu lesen, das ab 2011 Kleintaxen unterhalb des jetzigen Tarifes zum Einsatz kommen sollen.

Da frage nicht nur ich mich, in welchem luftleeren Raum sich Behörde und selbsternannte Gewerbevertreter den nun wieder getroffen haben um sich mit Sachen zu beschäftigen, die mit der Realität auf der Straße absolut nichts zu tun haben ?

In der Mopo kann man lesen, dass das Taxengewerbe sein grünes Herz entdeckt hätte. Lächerlich, Zentralenchefs wie Herr Möller und seine Souffleuse wollen die Tarifpflicht aufweichen um den ruinösen Wettbewerb weiter zu verschärfen. Da kommt der Deckmantel Öko gerade recht.

In jeden Dilemma liegt aber auch eine Chance. Wenn wir ab Januar 2011 Umwelttaxen, Minitaxen und Car2go auf der Straße haben, könnte es im Taxengewerbe sehr schnell zugehen, wie Anfang der 80`Jahre in der Hafenstraße. Denn wenn es um unsere Existenz geht können bellende Hunde ganz schnell beißen.

Gruß C.L.

Dazu auch ein paar Beiträge aus dem Taxiforum

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Man sieht sich dann bei Gericht

On Oktober 3, 2010, in Aktuell, Flughafen, Tagschicht, by C.L.

Letzte Woche hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Unternehmer. Er ist, so wie viele Taxenunternehmer, Kleingewerbetreibender mit einem Wagen und findet die Rahmenbedingungen in Hamburg alles andere als prickelnd. Aktuell hat er eine Klage angestrebt, die sich mit der Ungleichbehandlung innerhalb des ÖPNV befasst. Taxen und der HVV gehören beide zum ÖPNV, der HVV bekommt jährlich Subventionen in Millionenhöhe, Rabatte auf Diesel, sowie bei der Versicherung und zahlt keine Kfz. Steuer. Das Taxengewerbe muss überall den vollen Preis bezahlen und bekommt natürlich keinen Cent an Subventionen. Umsätze und Gewinne der selbstfahrenden Unternehmer bewegen sich seit Jahren auf einem kläglichen Niveau. Die Klage ist beim Verwaltungsgericht zugelassen worden, wir dürfen gespannt sein.

Auch gegen die Willkür des Hamburger Flughafens hat sich der Unternehmer bereits erfolgreich gewehrt. Im Frühjahr 2009 wurde er für die Zufahrt zum Taxenspeicher gesperrt, weil die Beplankung seines Kombis in Wagenfarbe, und nicht in hellelfenbein, lackiert ist. Dagegen klagte er mit der Begründung, das seine Taxi nach BO Tüv zur Personenbeförderung eingesetzt werden darf. Das Gericht entschied, das die Sperre des Flughafens nicht Rechtens war. Zu diesem Teilerfolg wird nun um Schadensersatz wegen entgangener Einnahme gestritten. Der Kollege will für 9 Monate Sperre 11.000 € Verdienstausfall von der Flughafen GmbH erstattet haben. Ein angestrebter Vergleich deutet an, das der Flughafen eine Summe X zahlen wird.

Hier zeigt sich also, das es durchaus Sinn machen kann, als Einzelner aktiv zu werden um seine Interessen zu vertreten. Hut ab Kollege, gut gemacht.

Gruß C.L.

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HH-Taxi am 23.09.2010 im ZDF

On September 22, 2010, in Aktuell, Video, by C.L.

Wer mich und meine Droschke mal live und in Farbe sehen möchte sollten am Donnerstag, den 23.09.2010 ab 21 Uhr das Magazin „ZDF Reporter“ anschauen.
Dort gibt es einen Beitrag zum Thema atypische Arbeitsverhältnisse, der sich insbesondere mit der Altersvorsorge der Betroffenen beschäftigt.
Dazu darf auch meine Wenigkeit Stellung beziehen und ich hoffe sehr, das meine Argumentation deutlich rüberkommt.

Schlechter Tarif und miese Auslastung = zu wenig Umsatz = zu wenig Gewinn = nix übrig, um für das Alter vorzusorgen. Diese Problematik ist der BSU und der HK bekannt, es interessiert dort nur keinen, ob ein Taxenunternehmer mit 67 Jahren ein Sozialfall wird.

Heute selbständig – morgen arm
Ab ca. Minute 4 gehts um die Taxenunternehmer.

Gruß C.L.

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Schicksal

On September 12, 2010, in Flughafen, Tagschicht, by C.L.

Eigentlich hatte ich geplant meinen nächsten Blog der Messe, den Hotelpreisen und den Kurztouren zu widmen, aber aus gegebenen Anlass stelle ich diesen Beitrag hinten an.
Nach einer Fahrt vor einigen Tage denke ich, es ist nicht der richtige Zeitpunkt zu nöhlen und über Banalitäten zu streiten.

Letzte Woche stand ich am Flughafen und wollte noch eine letzte Tour vor dem Feierabend abwickeln. Zu meinem Wagen wankte ein offenbar angetrunkener Reisender und wollte nach Scheeßel. Als wir noch auf dem Flughafengelände waren brach aus ihm heraus, warum er seinen Urlaub vorzeitig beenden musste. Unter Tränen erzählte er mir die Polizei hätte ihn am Morgen angerufen und mitgeteilt, seine 18 jährige Tochter ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Ich war tatsächlich erst einmal sprachlos, was mir sonst eigentlich nie passiert. Auf der Fahrt, die 90 Minuten dauerte, habe ich versucht so gut es geht Trost zu spenden, hatte manchmal einen Kloß im Hals und selber beinahe Tränen in den Augen. Es war wohl nicht die schlechteste Idee einfach zuzuhören und sich mit banalen Kommentaren zurück zu halten.
Der Kunde war am Boden zerstört, sein ganzes Leben schien im Eimer zu sein. Ich erfuhr einiges über seinen Job, seine Exfrau, seine aktuelle Freundin und natürlich auch eine Menge über seine Tochter.

Ich wünsche diesem Mann in dieser schweren Zeit ganz viel Kraft. Ich selber habe einmal mehr vor Augen geführt bekommen, was im Leben wirklich wichtig ist.

C.L.

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Linne & Krause Gutachten 2010

On September 7, 2010, in Tagschicht, by C.L.

Guten Abend,
leider finde ich gerade nicht die Zeit den neuesten Teil des Taxi Gutachtens aus Hamburg ausführlich zu kommentieren. Der geneigte User kann sich ja schon mal selber einlesen und sich seine Meinung zum dem Datenmaterial bilden.
L&K Taxi Gutachten HH 2010

Auf die Schnelle folgende Anmerkungen :
- Der Stundenumsatz liegt gemittelt immer noch unter 15 € (Schnitt 13,12€)
- Die Auslastung ist schlicht grauenhaft (Schnitt 24,3% der Schichtzeit)
- Wenn Funktaxen im Schnitt nur einen Stundenumsatz von 14,59 € erzielen, wobei der Hansa anteilig mit Stunde 20 € eingerechnet wird, steht zu befürchten, dass andere Funktaxen Umsätze auf Graupenniveau fahren. Wozu dann Funkbeiträge entrichten ?
- In der ganzen Auswertung liegen die Einnahmen pro Schicht immer unter 150 €.

Gruß C.L.

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